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Mehrere Cannabis-Plantagen betrieben?: Hamburger droht jetzt eine lange Haftstrafe

Kiel –

Vor dem Landgericht Kiel muss sich ein Hamburger verantworten. Die Polizei hatte im September vergangenen Jahres mehrere Marihuana-Plantagen entdeckt, die mutmaßlich von dem 61-Jährigen betrieben worden waren. Ebenso angeklagt ist sein 53-jähriger mutmaßlicher Komplize. Beiden Männern drohen mehrjährige Haftstrafen.

Am 11. September 2019 erfolgte der Zugriff: Polizisten durchsuchten zeitgleich zehn Gebäude in Hamburg, Norderstedt und Quickborn. Dabei wurden in den Häusern, die zum Teil nur für den professionellen Betrieb von Cannabisplantagen umgebaut worden waren, insgesamt mehr als 800 Cannabispflanzen sowie mehrere Kilogramm geerntetes Blütenmaterial sichergestellt. Auch ein fünfstelliger Bargeldbetrag, der mutmaßlich aus dem Verkauf der Drogen stammte, und diverse Schreckschusswaffen fielen den Fahndern in die Hände.

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Hamburger in Neumünster in Untersuchungshaft

Insgesamt soll der 61-Jährige, der schon seit längerer Zeit im Fokus der Ermittler der Norderstedter Kriminalpolizei stand, zwischen Ende 2017 und 2019 mehr als 50 Kilogramm Marihuana im Wert von rund 200.000 Euro vertickt haben. Seit der Razzia im September sitzt er in der JVA Neumünster in Untersuchungshaft.

Seinem mumaßlichen Komplizen, einem 53-jährigen Mann aus Norderstedt, wird vorgeworfen, die Pflanzen seit September 2018 gepflegt und dafür einen Stundenlohn erhalten zu haben.

Am Dienstag wird den beiden Männern unter anderem wegen Handels und Besitzes von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge der Prozess gemacht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ihnen jeweils Freiheitsstrafen von mindestens vier Jahren drohen. (jek)

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