2G in Mecklenburg-Vorpommern
  • Mecklenburg-Vorpommern verschärft seine Corona-Auflagen. Ungeimpfte dürfte das besonders hart treffen. (Symbolbild)
  • Foto: imago/Future Image

Für Ungeimpfte gelten jetzt wieder harte Kontaktbeschränkungen

Die Corona-Infektionszahlen steigen in Mecklenburg-Vorpommern anscheinend ungebremst. Die Krankenhäuser füllen sich mit Covid-Patienten, Intensivstationen laufen voll – als Konsequenz treten ab Mittwoch neue Beschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern in Kraft. Sie treffen vor allem Ungeimpfte.

Ungeimpfte dürfen nur noch zu fünft aus zwei Haushalten zusammenkommen, wie ein Sprecher der Staatskanzlei am Montag sagte. Kinder unter 14 Jahren zählten nicht mit.

Meck-Pomm: Harte Corona-Auflagen für Ungeimpfte

Auf Weihnachtsmärkten gilt ab Mittwoch 2G plus – das heißt, nur noch Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem Corona-Test haben Zugang. Läden dürfen nur noch von Geimpften und Genesenen betreten werden (2G), wobei Ausnahmen für Geschäfte des Grundbedarfs gelten. Dazu zählen den Angaben zufolge etwa Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Buchläden und Baumärkte.


Der Newswecker der MOPO

Starten Sie bestens informiert in Ihren Tag: Der MOPO-Newswecker liefert Ihnen jeden Morgen um 7 Uhr die wichtigsten Meldungen des Tages aus Hamburg und dem Norden, vom HSV und dem FC St. Pauli direkt per Mail. Hier klicken und kostenlos abonnieren.


Die neuen Beschränkungen treten automatisch in Kraft, wenn die Zahl der Krankenhauseinweisungen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen den Wert von 9 an drei Tagen hintereinander überschreitet. Dies war am Montag der Fall. Die Beschränkungen gelten dann vom übernächsten Tag an, wie der Staatskanzlei-Sprecher erklärte. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen betrug am Montag in Mecklenburg-Vorpommern 9,9, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. In den Kliniken lagen zu Wochenbeginn 330 Covid-Patienten, 87 von ihnen auf Intensivstationen.

Corona: Intensivstationen voll ausgelastet

Drei der 32 Krankenhäuser mit Intensivstationen meldeten am Montag die volle Auslastung ihrer Intensivkapazitäten. Dazu gehörte mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg auch eines der größten Krankenhäuser im Land. Am Universitätsklinikum Greifswald sind dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) zufolge alle Intensivbetten mit der Möglichkeit zur invasiven Beatmung belegt.

Das Gesundheitsministerium verschärfte die Besuchsregeln für Alten- und Pflegeheime. Täglich sind künftig höchstens zwei Besucher je Bewohner erlaubt. Welche das sein dürfen, müsse für einen Zeitraum von mindestens 14 Tagen festgelegt werden, so ein Ministeriumssprecher. Sie müssen eine FFP2-Maske tragen. Die Auffrischungsimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen sind unterdessen weitgehend abgeschlossen. 97 Prozent der vollstationären Pflegeeinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern hätten Booster-Angebote erhalten, hieß es. Im Breitensport gilt in Hallen künftig 2G plus.

Im Landkreis Seenplatte droht ein kompletter Lockdown

Im Landkreis Seenplatte drohen unterdessen zusätzliche Einschränkungen. Der Kreis ist schon seit dem 22. November in Warnstufe rot. Sollte dort festgestellt werden, dass eine Überlastung des Gesundheitswesens droht, könnte der komplette Kultur- und Freizeitbereich geschlossen werden. Erste Museen schließen bereits von diesem Dienstag an für den Regelbetrieb, etwa das Schliemann-Museum in Ankershagen und das 3 Königinnen Palais in Mirow. Auch das Landeszentrum für erneuerbare Energien (Leea) in Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) bleibt für Besucher wegen der Corona-Lage vorerst geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren: Lockdown für Ungeimpfte? Das sagt Hamburgs Bürgermeister

An diesem Dienstag berät das Kabinett in Schwerin über die Corona-Lage. Auch die Regierungschefs der Länder wollen sich mit Noch-Kanzlerin Angela Merkel (CDU) angesichts der bundesweit dramatischen Lage zusammenschalten. (mp/dpa)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp