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Rohre für die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 werden auf dem Gelände des Hafen Mukran auf ein Schiff verladen.
  • Im Hafen Mukran auf Rügen lagern tausende Rohre für die Pipeline Nord Stream 2, die nun nutzlos sind. (Archivbild(
  • Foto: dpa | Stefan Sauer

5000 Nord-Stream-Röhren liegen nutzlos rum: Das Millionen-Grab an der Ostsee

Das höchst umstrittene Großprojekt Nord Stream 2 ist mittlerweile Geschichte, die Betreiberfirma aus der Schweiz hat längst Insolvenz angemeldet. Im Hafen Mukran in Sassnitz auf Rügen (Kreis Vorpommern-Rügen) lagern noch 5000 Erdgasrohre, die eigentlich vor der dänischen Insel Bornholm verlegt werden sollten. Wie es mit den nutzlosen Röhren weitergeht, ist unklar.

Erst war das Genehmigungsverfahren für Nord Stream 2 auf Eis gelegt worden, dann folgten US-Sanktionen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine – und letztlich ging die Betreiberfirma selbst pleite. An der Ostsee sind die Spuren des beerdigten Projekts noch deutlich zu erkennen. 5000 Erdgasrohre, zusammen rund 75 Millionen Euro teuer, lagern allein im Hafen Mukran auf Rügen. Zunächst hatte der NDR berichtet.

Sassnitz: Was passiert mit den Nord-Stream-Röhren?

Die Nord Stream 2 AG kümmert sich offenbar nicht weiter um ihre Hinterlassenschaften: Seit der Insolvenz vor zwei Wochen seien alle Kontaktmöglichkeiten gekappt worden, berichtete der parteilose Bürgermeister Frank Kracht dem NDR. Beim Wirtschaftsministerium des Landes habe man ebenfalls nicht helfen können.


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Die 5000 Röhren waren dazu gedacht, die Insel Bornholm und Gewässer auf dänischem Territorium zu umgehen. Weil die dänische Regierung außen- und sicherheitspolitische Bedenken hatte, war der Bau in den eigenen Gewässern lange untersagt worden. Im vergangenen Jahr gaben die Dänen zwar nach – doch da lagen die Pipelines schon längst in Mukran.

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Dort könnten die Röhren wohl auch noch etwas länger verbleiben. Denn eine Weiterverwertung für andere Projekte sei schwierig, berichtete der NDR weiter. So haben nämlich die Rohre des Konkurrenzprojekts Baltic Pipe, an dem sich Polen, Dänemark und Norwegen beteiligen, einen geringeren Durchmesser als Nord Stream 2.

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