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Lebensmittelkontrolle im Norden: So viele Medikamenten-Reste stecken im Fleisch

Viele Menschen verzehren ein Schnitzel oder Steak nicht immer mit dem besten Gefühl. Zu viele Skandale und Missstände sind in den vergangenen Jahren bekannt geworden. Zumindest bei Rückständen aus Arzneimitteln gibt es Entwarnung.

Bei Untersuchungen von Fleisch aus Mecklenburg-Vorpommern haben Lebensmittelkontrolleure 2019 so gut wie keine Rückstände von Tierarzneimitteln über gesetzlich festgelegten Grenzwerten gefunden.

0,14 Prozent der Proben durch Tierarzneimittel belastet

Insgesamt seien 2940 Proben Fleisch unterschiedlicher Tierarten untersucht worden. „Sehr erfreulich ist, dass bei nur vier Proben, also knapp 0,14 Prozent, Tierarzneimittel oberhalb der gesetzlich zugelassenen Höchstmengen festgestellt wurden. Das schließt Antibiotika mit ein“, sagte Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (Lallf) in Rostock. Die Ergebnisse zeigten, dass der absolute Großteil des Fleisches bedenkenlos gegessen werden kann.

Medikamenten-Reste: Fleisch von Tausenden Tieren analysiert

Die Proben stammten aus Erzeuger- oder Schlachtbetrieben. Insgesamt sei das Fleisch von 1153 Rindern, 1300 Schweinen, drei Schafen und einem Pferd sowie 483 Proben Geflügelfleisch analysiert worden.

Ziel der Analysen sei es, die Anwendung nicht zugelassener Stoffe und den vorschriftsmäßigen Einsatz von Tierarzneien zu kontrollieren. Dazu gehöre die Einhaltung von Wartezeiten nach der letzten Behandlung bis zum Zeitpunkt der Schlachtung, erläuterte Feldhusen. Zudem wurden 109 Milchproben, 46 Eier sowie 13 Fische aus Aquakulturen auf Rückstände von Tierarzneimitteln untersucht. „In keiner der Proben sind Wirkstoffe nachgewiesen worden.“

Fleisch-Kontrollen: Rückstände von Tierarzneienausgesprochen selten nachgewiesen

Die Ergebnisse zeigten, dass Rückstände von Tierarzneien inklusive Antibiotika ausgesprochen selten nachgewiesen werden. „Doch jeder Positivbefund ist einer zu viel“, betonte Feldhusen. Die Einzelfälle stellten Straftatbestände dar und würden entsprechend verfolgt. „So sollen Tierhalter, Tierärzte und Schlachthofbetreiber weiter sensibilisiert werden“, erklärte er. (dpa)

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