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Blick auf den Eingang des Landgerichtes in Kiel
  • Das Landgericht in Kiel
  • Foto: dpa

Fünf Schüsse auf neuen Freund der Ex – 45-Jähriger muss sich verantworten

Ein 45-Jähriger soll fünf Mal auf den Nebenbuhler geschossen und den Sohn seiner Frau entführt haben. Jetzt beginnt der Prozess in Kiel. Es droht lange Haft.

Wegen versuchten Totschlags, Freiheitsberaubung, Geiselnahme und Körperverletzung muss sich ein 45-jähriger Mann ab Montag vor dem Kieler Landgericht verantworten. Laut Anklage soll der Mann Anfang September 2021 in Kiel fünf Mal auf den neuen Lebensgefährten seiner getrennt von ihm lebenden Ehefrau geschossen haben, weil der ihm die Wohnungstür nicht geöffnet habe. Dabei soll der Angeklagte mit einer Schusswaffe auf den Kopf des Mannes gezielt und geschossen haben.

Prozess in Kiel: Schüsse auf neuen Freund der Ex-Frau

Der neue Partner der Ehefrau konnte demnach die Waffe noch wegdrücken, doch sei seine Hand dabei durchschossen worden. Zudem sei der Mann den Angaben zufolge von zwei Schüssen im Oberschenkelbereich und der Hüfte getroffen. Nach Angaben eines Gerichtssprechers flüchtete der Angeklagte anschließend. Er sitze seit Anfang März 2022 in Untersuchungshaft. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.

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Eine zweite Anklage wirft dem 45-Jährigen dem Sprecher zufolge Freiheitsberaubung in Tateinheit mit Entziehung eines Minderjährigen, Körperverletzung sowie Geiselnahme vor. Dabei soll der Angeklagte im Juni 2021 den Sohn seiner Frau in Kiel auf der Straße gepackt und von ihr weggerissen haben, weil sie nicht mit ihm sprechen wollte. Dann sei er mit dem Minderjährigen in seinem Auto davon gefahren. Der Mutter habe er gedroht, er werde das Kind „totmachen“, wenn sie die Polizei informiere. Den Jungen soll er ins Gesicht geschlagen und in den Schwitzkasten genommen haben, bevor er den Minderjährigen später freiließ.

Die zuständige 13. große Strafkammer hat zehn Verhandlungstage festgelegt. Das Urteil wird demnach Mitte November erwartet. (dpa)

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