Der BMW schob den Smart Hunderte Meter über die A1. Die Fahrerin konnte zunächst noch reanimiert werden, erlag jedoch kurze Zeit später ihren schweren Verletzungen.
  • Der BMW schob den Smart Hunderte Meter über die A1. Die Fahrerin konnte zunächst noch reanimiert werden, erlag jedoch kurze Zeit später ihren schweren Verletzungen.
  • Foto: Lars Ebner

Kein Führerschein und auf Drogen: Hamburgerin starb bei Unfall – Fahrer vor Gericht

Hamberge (Kreis Stormarn) –

Es war ein schrecklicher Anblick, der sich den Rettungskräften bot: Im April 2018 raste ein Mann mit seinem BMW auf der A1 in den Smart einer 30-Jährigen, schleifte ihn mehr als 300 Meter über die Autobahn. Die Frau starb, während der Unfallfahrer, der ohne Führerschein und vollgepumpt mit Drogen und Alkohol unterwegs war, den Unfall überlebte. Jetzt steht der 35-Jährige vor Gericht.

Die Anklage wirft dem Hamburger fahrlässige Tötung im Straßenverkehr zur Last. Der damals 32-Jährige war am späten Abend des 24. April um kurz vor Mitternacht auf der A1 in Richtung Süden unterwegs. Offenbar fuhr er deutlich schneller als die erlaubten 120 Stundenkilometer.

Die 30-jährige Frau, die mit ihrem Smart vor ihm auf der Mittelspur unterwegs ist, übersah er und fuhr in Höhe Hamberge (Kreis Stormarn) ungebremst in das Heck ihres Wagens.

Mann betrunken auf A1 unterwegs: Frau starb durch Suff-Fahrt

Nach dem heftigen Aufprall, schleifte der BMW den kleinen Smart noch etliche Meter mit über die Autobahn. Erst nach 325 Metern kamen die beiden Fahrzeuge auf der A1 an einer Leitplanke zum Stehen.

Zwar konnten Retter die Frau zunächst reanimieren. Doch die Verletzungen waren zu schwer, sie verstarb später im Krankenhaus.

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Ein Alkoholtest beim Fahrer ergab: Er hatte offenbar ordentlich getankt. Zum Unfallzeitpunkt hatte er 2,2 Promille.

Laut Anklage soll er zudem Kokain konsumiert haben und nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis gewesen sein.

Mutmaßlicher Todesfahrer ab Dienstag vor Gericht

Ab Dienstag muss er sich vor dem Lübecker Schöffengericht verantworten. Das Gericht hat drei Hauptverhandlungstage anberaumt und bislang sechs Zeugen und vier Sachverständige geladen.

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