Ein neues Kreuzfahrtschiff verlässt die Meyer Werft in Papenburg (Archivbild).
  • Ein neues Kreuzfahrtschiff verlässt die Meyer Werft in Papenburg (Archivbild).
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Job-Kahlschlag bei Meyer-Werft droht: Eskaliert der Streit erneut?

Der Arbeitgeberverband Nordmetall wirft dem niedersächsischen SPD-Umweltminister Olaf Lies (SPD) eine einseitige Parteinahme im Konflikt um Arbeitsplätze auf der Meyer-Werft vor. Nordmetall-Präsident Folkmar Ukena schrieb in einem Brief, er nehme „mit Erstaunen und Befremden“ die politischen Vorwürfe gegen die Werft zur Kenntnis. Der Brief von Nordmetall aus Hamburg liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Für den kriselnden Kreuzfahrtschiffbauer sei es notwendig, dass der zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat vereinbarte Abbau von 450 Arbeitsplätzen umgesetzt werde. Nordmetall hielt vor allem der Arbeitnehmerseite vor, diese Vereinbarung zu boykottieren.


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Meyer Werft Papenburg: Streit um Arbeitsplätze

Lies und die SPD-Fraktionsvorsitzende Johanne Modder hatten sich Anfang Dezember auf die Seite des Betriebsrates geschlagen. „Der Abbau von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen und deren Umwandlung in Werkvertragsbeschäftigte ist nicht akzeptabel und wird von uns abgelehnt“, schrieben sie an die Werftleitung.


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Der Kompromiss auf der Werft sei auch durch Vermittlung der Politik zustande gekommen, schrieb Verbandspräsident Ukena. Deshalb dürfe die Politik nicht einfach davon abrücken. Die Werft in Papenburg an der Ems, Deutschlands größter Schiffbaubetrieb, steckt in der Krise, weil neue Kreuzfahrtschiffe in der Corona-Pandemie kaum gefragt sind. Deshalb sollen auf der Werft 350 Arbeitsplätze wegfallen und weitere 100 Jobs bei der Tochterfirma EMS. (dpa/mp)

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