• Foto: imago images/Future Image

In der Nähe von Hamburg erfunden : Der „Maskomat“ erobert Deutschland

Der Mund-Nasen-Schutz ist während der Corona-Pandemie zum Must-Have der Hamburger geworden. In Bus, Bahn und beim Einkaufen ist das Tragen einer Maske bis auf weiteres verpflichtend. Da ist es schon ungünstig, wenn man sie dann doch mal vergessen hat. Um trotzdem in Ruhe einkaufen gehen zu können, hat ein Unternehmen aus dem Wendland nun die Rettung in der Not: einen Masken-Automaten.

Für einen Euro können sich Kunden zukünftig mit einer vorschriftsmäßigen Maske versorgen. Die Maske kann aus einem Automaten gezogen werden, fast wie bei einer Snack-Box. 

Sehr corona-freundlich ist dabei die Handhabe am Gerät, es muss nur das eigene Geldstück berührt werden. Einen Deckel am Ausgabefach gibt es aus hygienischen Gründen nicht und die Maske ist in einer extra Plastiktüte verpackt.

Aufbau der Geräte ehemaliger Gaststätte 

Die Idee zum „Maskomaten“ kam Jungunternehmer Christoph Warnecke zusammen mit Ingenieuren, berichtet die „Elbe-Jeetzel-Zeitung“. Nun entwickelt das Unternehmen CWA GmbH die Automaten. Zusammengebaut werden sie in der früheren Gaststätte von Warneckes Großeltern in Schmarsau im Kreis Dannenberg.

Normalerweise produziert seine Firma Geräte für Fitnessstudios, etwa für Proteinshakes und Mineraldrinks. Während der Corona-Krise kamen dann die Masken-Automaten dazu. Warnecke hat zehn Angestellte, auch seine Eltern sind in das Projekt involviert.

Masken-Automaten weltweit gefragt

„20 Geräte wurden schon ausgeliefert, 30 weitere werden jetzt ausgeliefert“, erzählt Warnecke. Zwei Automaten wurden kürzlich in Filialen eines Discounters in Hamburg gestellt. „Auch in Berlin und München sollen welche aufgestellt werden.“

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Automaten mit Masken, Einmalhandschuhen und Desinfektionsmitteln wurden bereits in Polen und Bayern aufgestellt, etwa die „Mask-O-Maten“ am Münchener Flughafen. Teilweise werden auch Snack-Automaten mit den Corona-Hilfsmitteln nachgerüstet.

Nach Berichten des NDR gibt es für die „Maskomaten“ aus Norddeutschland schon Anfragen aus Russland, den USA und Dubai. (dpa/hb)

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