Afghanische Kinder, Jugendliche und Erwachsene wurden schon öfter auf den Ladeflächen von Lastkraftwagen gefunden (Symbolbild).
  • Afghanische Kinder, Jugendliche und Erwachsene wurden schon öfter auf den Ladeflächen von Lastkraftwagen gefunden (Symbolbild).
  • Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Im Norden: Lkw-Fahrer hören Geräusche auf Ladefläche – und entdecken Migranten

Peine –

Zwei Lastwagenfahrer haben während Fahrten auf Autobahnen im Norden Niedersachsens jeweils Geräusche auf den Ladeflächen vernommen und daraufhin Männer aus Afghanistan entdeckt. 

Ein 44 Jahre alter Rumäne meldete am Samstag auf der BAB2 bei Peine vier junge Männer im Alter von 15 bis 21 Jahren, wie die Polizei am Montag mitteilte. Er habe zuvor Stimmen gehört.

Die vier offensichtlich illegal eingereisten Männer befanden sich in einem guten gesundheitlichen Zustand ohne Ausweispapiere und gaben Afghanistan als Herkunftsland an. Sie wurden an die Landesaufnahmebehörde Braunschweig übergeben. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern eingeleitet.

Schleuser: Ermittlungen gegen Lkw-Fahrer eingeleitet

Bereits zwei Tage zuvor hatten Beamte auf der Rastanlage Hildesheimer Börde sechs, vermutlich ebenfalls aus Afghanistan stammende, Männer auf der Ladefläche eines verplombten Aufliegers gefunden. Sie wurden in Einrichtungen nach Braunschweig und Hildesheim gebracht. In diesem Fall habe der Lkw-Fahrer vorher Klopfgeräusche wahrgenommen, hieß es. Die sechs entdeckten Mitfahrer hatten keine Ausweise, zwei von ihnen sollen noch im Jugendalter sein; sie wurden dem Jugendamt übergeben. Gegen den 50 Jahre alten Fahrer mit Wohnsitz im Ausland und die Männer wurden Strafanzeigen wegen unerlaubter Einreise eingeleitet.

Das könnte Sie auch interessieren:Jeder fünfte Polizist hat einen Migrationshintergrund

Immer wieder entdecken Ermittler illegal Eingereiste auf Ladeflächen von Lastwagen. Manchmal haben die Männer Tausende Euro an Schleuser bezahlt und jahrelange Reisen durch mehrere Länder hinter sich. (dpa)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp