Camping ist in Niedersachsen ab Montag wieder möglich. (Symbolbild)
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Gastro, Hotels, Geschäfte: Hier lockert der Norden die Corona-Regeln

Niedersachsen macht sich locker: Landes-Chef Stephan Weil (SPD) hat am Dienstag einen Stufenplan für weitere Öffnungsschritte im Land vorgestellt. Schon ab nächster Woche dürfen Einzelhandel, Gastronomie und Hotels wieder ihre Pforten öffnen.

Voraussetzung für die Lockerungen in Landkreisen und Großstädten ist eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100. „Wir bleiben bei unserer Linie: Wir wollen vorsichtig sein, aber wir wollen vorhandene Spielräume nutzen“, sagte Weil. Grundlage für die Lockerungen seien rückläufige Neuinfektionen und eine Entspannung der Corona-Lage.  

Niedersachsen: Diese Lockerungen gelten ab Montag

Wieder öffnen soll für negativ Getestete und Geimpfte der gesamte Einzelhandel, und zwar ohne Terminvereinbarung. In den Läden gelten weiterhin Zugangsbeschränkungen, die Kontaktnachverfolgung der Kunden soll elektronisch ermöglicht werden, wie Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef Bernd Althusmann (CDU) erklärte.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)

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Die Gastronomie soll von Montag an zunächst draußen und zwei Wochen später auch drinnen wieder öffnen dürfen, dort dann mit einer Kapazitätsbegrenzung und einem Hygienekonzept. Es greift eine Sperrstunde um 23 Uhr.

Tourismus erstmal nur für Einwohner

Der Tourismus werde für voraussichtlich drei Wochen zunächst nur für Einwohner Niedersachsens geöffnet.

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In Hotels, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen seien wieder touristische Übernachtungen möglich, gekoppelt an negative Schnelltests oder einen Impfnachweis, kündigte Althusmann an. Separate Konzepte für Tourismus auf den Nordsee-Inseln soll es nicht geben.

Niedersachsen: Kultur und Sport wieder möglich

Auch Kulturveranstaltungen im Freien sollen wieder möglich werden. Für Kinder wird Sport im Freien wieder für bis zu 30-köpfigen Gruppen gestattet – damit wären etwa wieder Fußballspiele möglich. Begründet wird die Lockerung damit, dass Kinder für den Schulbesuch zweimal wöchentlich auf das Coronavirus getestet werden.

Wechselunterricht an Schulen

Unterdessen verabschiedet Niedersachsen sich von seinem strikten Corona-Kurs an Schulen und ermöglicht Wechselunterricht wieder für alle Schulen unterhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165. Auch die Kindertagesstätten wechseln unterhalb dieser Inzidenz wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb, wie Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) ankündigte.

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Die Lockerungen greifen vom kommenden Montag an. Niedersachsen setzt damit die erweiterten Möglichkeiten für den Schulunterricht um, die die Bundesregeln bereits ermöglichen. (dpa/abu)

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