Zunächst wird es nur eine kleine Menge an frischen Erdbeeren geben (Symbolbild).
  • Zunächst wird es nur eine kleine Menge an frischen Erdbeeren geben (Symbolbild).
  • Foto: picture alliance/dpa

Frost und Regen im Norden: Müssen wir vorerst auf Erdbeeren verzichten?

Rendsburg –

Von der nächsten Woche an können sich die Schleswig-Holsteiner die ersten Erdbeeren aus heimischem Anbau schmecken lassen. Trotz des kalten April werden Anfang Mai die ersten dieser süßen Früchte im Land reif, wie die Landwirtschaftskammer am Donnerstag mitteilte.

Allerdings gebe es zunächst nur kleine Mengen, da nur wenige Betriebe den kostenintensiven Früh-Anbau im Folientunnel nutzten. Das Gros der Erdbeererzeuger werde die Ernte wohl ab Mitte Mai vermarkten.

Regionale Produkte: „In Frische und Geschmack unschlagbar“

„Wegen Corona steht den regionalen Erzeugern wieder eine nicht einfache Saison bevor“, erklärte Kammerpräsidentin Ute Volquardsen. „Umso mehr wünsche ich unseren Erdbeerbetrieben passendes Wetter, eine gute Ernte und Verkaufssaison, ausreichend gesunde Arbeitskräfte und natürlich faire Preise.“

Die Verbraucher sollten beim Einkauf auf heimische Ware achten. „Unsere regionalen Erdbeeren sind in Frische und Geschmack unschlagbar“, sagte Volquardsen.

Das könnte Sie auch interessieren: Welche Lebensmittel entzündungshemmend wirken

Die Landwirtschaftskammer erwartet sehr eine gute Qualität. Es habe keine Winterfrostschäden gegeben. Da der März und der April recht kalt und feucht waren, beginne die Saison aber eine Woche später als im Vorjahr.

Die Anbaufläche ist der Kammer zufolge um etwa zehn Prozent auf rund 800 Hektar gesunken. In Schleswig-Holstein werden an die 10.000 Tonnen Erdbeeren produziert.

Erdbeer-Saison beginnt eine Woche verspätet

Um rechtzeitig am Markt zu sein, „verfrühen“ alle 80 Erdbeerbetriebe im Land einen Teil ihres Erdbeeranbaus. Auf etwa 60 Hektar geschieht dies durch Anbau in Folientunneln, das entspricht sieben Prozent der Gesamtfläche.

Die größten Anbauflächen liegen in den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Plön und Ostholstein. Für die Ernte werden 1500 Erntehelfer benötigt. Ob genug kommen werden, ist noch offen. (dpa)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp