• Foto: picture alliance/dpa

Es geht um Untreue: Mega-Spende an Klitschkos Stiftung – Anklage gegen Energie-Bosse!

Oldenburg –

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg klagt den ehemaligen EWE-Vorstand Matthias Brückmann sowie ein namentlich nicht genanntes Vorstandsmitglied des Energieversorgers wegen Untreue an. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Grund ist eine EWE-Spende an die Stiftung des Ex-Box-Profis Wladimir Klitschko in Kiew in Höhe von 253.000 Euro.

Die Manager hätten 2016 bei der Spende an die Klitschko-Foundation gegen EWE-interne Regeln verstoßen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ex-Vorstand Brückmann soll die großzügige Zuwendung auf einer Klitschko-Gala in Kiew eigenmächtig zugesagt haben. Der Mitbeschuldigte soll die nötige zweite Unterschrift geleistet haben.

Wladimir Klitschko: Mega-Spende an seine Stiftung – Anklage!

Brückmann wird auch private Untreue zu Lasten gelegt. Er soll in zwei Fällen private Gäste auf Firmenkosten bewirtet haben, etwa beim Oldenburger Opernball. Wie die Nordwest-Zeitung berichtet, entstanden bei einem dreitägigen „Feinschmecker-Ausflug“ mit zwölf Freunden Kosten von fast 12.000 Euro. Der VIP-Tisch beim Opernball soll gut 6.000 Euro gekostet haben, jeweils beglichen von EWE.

Das könnte Sie auch interessieren: Niederländer machen ernst Warum wir nicht mehr Holland sagen dürfen

Über die Eröffnung des Verfahrens müsse nun die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Oldenburg entschieden, hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

Brückmann wurde bereits 2017 entlassen, den zweiten Beschuldigten hat der Aufsichtsrat im Amt belassen. Die Klitschko-Stiftung hat die Hälfte der Spende zurückgezahlt. (ste/dpa)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp