• Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Erst ausgesperrt, jetzt begehrt: MeckPomm wirbt plötzlich um Hamburger Touristen

Kürzlich waren Tagestouristen noch unerwünscht, jetzt wird plötzlich um sie geworben: Mit einer groß angelegten Kampagne macht der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern nach dem Ende der Hochsaison auf Kurzreisen in das beliebte Urlaubsland aufmerksam.

In Hamburg und Berlin wird mit großflächigen Plakaten und Infoscreens unter dem Motto „Das Schönste am Herbst“ geworben, wie der Landestourismusverband mitteilte.

Wanderungen durch Buchenwälder, Kranichbeobachtungen in den Nationalparks oder Führungen durch Schlösser sind für Gäste aus beiden Metropolen und den Nachbarbundesländern seit dem 4. September wieder möglich.

Tagestouristen in Mecklenburg-Vorpommern wieder erlaubt

Damit ist Mecklenburg-Vorpommern das letzte Bundesland, das die Einreise von Tagestouristen wieder zulässt. Seit Mitte März waren Ausflügler aus anderen Bundesländern wegen der Corona-Pandemie nicht mehr willkommen.

Unerlaubte Gäste konnten mit hohen Bußgeldern bis zu 2000 Euro bestraft werden. Alleine in Rostock wurden in den vergangenen Monaten 110 Anzeigen aufgenommen.

Kein Tagestourismus: Millionen Umsatzverluste für Unternehmen

Aus Sicht der Landesregierung waren die Beschränkungen ein wirksames Instrument, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Tatsächlich war die Anzahl der Corona-Infizierten im Vergleich zu anderen Bundesländern eher niedrig: Laut Angaben des Robert Koch-Instituts haben sich bislang 1023 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Corona-Virus infiziert. 20 Menschen sind gestorben (Stand: Sonntag). 

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Für die ansässigen Unternehmen waren die Beschränkungen allerdings verheerend: Schätzungen zufolge sollen ihnen täglich drei bis fünf Millionen Euro an Umsatz verloren gegangen sein. (dpa/lmr)

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