• Foto: Christiane Oe

Ehebruch, Arbeitsstreit & Co.: Wie finde ich den passenden Detektiv für mich?

Karierter Hut, gebogene Pfeife, langer schwerer Mantel und vor allem eine große Lupe. Das ist wohl das Bild, welches man im ersten Augenblick mit einem Detektiv verbindet. So sehen die „Schnüffler“ von heute aber natürlich nicht mehr aus. Und auch nicht jeder Neuzeit- „Sherlock Holmes“ löst große Kriminalgeschichten. Stattdessen nehmen Detektive auch viele private Aufträge an, wie etwa dem Ex-Partner nachzuspüren.

Wirtschaftsunternehmen, Rechtsanwälte, Notare und Privatleute gehören zum Kundenstamm der Detektive. Erstere interessieren sich zum Beispiel dafür, ob der Arbeitnehmer tatsächlich erkrankt ist oder vielleicht doch einen Urlaub genießt. Wer aber als Privatperson einen Detektiv beauftragt, hat oft andere Anliegen – wie etwa einen verschwundenen Verwandten wiederzufinden.

Bei einem Auftrag forscht der Detektiv aber nur nach, denn richtiges Beweismaterial kann aufgrund von Persönlichkeitsrechten nicht gesichert werden. Dafür kann der Nachspürer aber vor Gericht als Zeuge aussagen. Eine weitere Grenze ist dem Nachspionieren auch noch gesetzt, denn Geräte wie Wanzen, GPS-Sender und das Öffnen abgeschlossener Türen sind verboten.

So findet man in Hamburg den richtigen Detektiv

Bei der Suche nach einem Detektiv gilt es zu beachten, dass dies kein geschützter Beruf ist. Daher ist es wichtig, dass der Ermittler sich beim ersten Kontakt  an die Einhaltung von Recht und Gesetz bindet. „Bei einem persönlichen Treffen sollte der Ermittler erläutern , was er tun kann und wird, um zu Erkenntnissen zu gelangen“, betont Andreas Heim, der Leiter der Geschäftsstelle des Bunds Internationaler Detektive in Berlin. Besonders zu empfehlen sind ehemalige Notare, Rechtsanwälte oder Mitarbeiter des Polizeidienstes, denn diese kennen sich gut im geltenden Recht aus.

Während Privatpersonen ab 50 Euro für eine Stunde bezahlen geht es für Unternehmen mit 75 Euro los. Von Norden nach Süden unterscheiden sich die Preise. Außerdem mahnt der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Detektive, dass „die Kostenstruktur beim Erstgespräch offengelegt werden muss!“ (dpa/ts)

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