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Drastische Maßnahme: Ostsee-Urlaubsort will keine weiteren Ferienwohnungen

Stolpe –

Der Ferienort Stolpe auf Usedom will verhindern, dass Investoren immer mehr Grundstücke aufkaufen und darauf ausschließliche Ferienwohnungen bauen, während Einheimische keine Mietwohnungen oder bezahlbare Häuser mehr finden. Vorbild für die neue Regelung ist Helgoland.

Das Problem: Private Grundstücksverkäufer bekommen von Investoren viel mehr Geld als von bauwilligen Einheimischen. Folge: Immobilieninvestoren machen das Rennen, reißen Häuser ab und errichten lukrative Urlaubsquartiere am Stettiner Haff, die einen Großteil des Jahres leer stehen.

Stolpe auf Usedom will keine weitere Ferienwohnungen

Stolpe schrumpft, hat schon zwölf Prozent seiner Einwohner verloren. Inzwischen leben 350 Menschen in dem Ort, die Zahl der Gästebetten ist längst höher. 

„Ich will keine zeitschaltuhrbetriebenen Geisterlandschaften,“ zitiert NDR1 Radio MV Bürgermeister Falko Beitz (SPD), der auch von einer „Schnarchsiedlung“ spricht.

Jetzt haben die Gemeindevertreter eine neue Satzung verabschiedet: Jeder, der neue Ferienwohnungen bauen will, muss das zunächst bei der Gemeinde beantragen.

Die Lokalpolitiker können den Antrag ablehnen, oder die Bedingung stellen, dass auch „normale“ Mietwohnungen gebaut werden müssen. Eine entsprechende Satzung gibt es bereits auf Helgoland. (ste)

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