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Corona-Verstoß: Polizei sprengt illegale Pokerrunde – und findet Zigtausende Euro

Lübeck –

Illegales Glücksspiel, Schwarzarbeit, Drogen und zahlreiche Verstöße gegen die Corona-Regeln: Bei einer Durchsuchung am vergangenen Wochenende konnte die Lübecker Polizei offenbar einen Volltreffer landen. Die Beamten erwischten eine Pokerrunde auf frischer Tat.

Acht Pokerfreunde saßen in einem Bürogebäude beisammen, als die Lübecker Polizei am Samstagabend mit einem Durchsuchungsbeschluss auftauchte. Den ersten Treffer landeten die Beamten unter dem Pokertisch, wo sich eine Geldbörse mit 3000 Euro befand. Offenbar hatte einer der Teilnehmer noch schnell versucht, das Geld zu verstecken. Auch bei zwei weiteren Teilnehmern und in einem Nebenraum fanden die Beamten Bargeld – insgesamt knapp 20.000 Euro.

Illegale Pokerrunde in Lübeck: Polizei ermittelt

Gegen den Hauptverdächtigen, einen 49-jährigen Lübecker, werde nach Polizeiangaben schon seit Anfang des Jahres ermittelt. Er stehe im Verdacht, gewerbsmäßig illegales Glückspiel zu veranstalten. Bei einer späteren Durchsuchung seiner Wohnung stellten die Beamten weitere 4000 Euro Bargeld sicher.

Corona-Verstöße, Drogen, Waffen, Schwarzarbeit

Das illegale Pokerspiel blieb nicht der einzige Treffer bei der Durchsuchung. Bei zwei Personen wurden kleinere Mengen an Drogen gefunden, ein Teilnehmer trug ein Messer bei sich, das nun waffenrechtlich überprüft werde. Bei einer mutmaßlichen Mitarbeiterin der Pokerrunde bestehe der Verdacht auf Schwarzarbeit. Außerdem stellten die Beamten bei allen Teilnehmern Verstöße gegen die Corona-Regeln fest.

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Die Verstöße gegen das Gewerberecht und die Corona-Regeln sollen durch die zuständigen Behörden der Hansestadt Lübeck weiterverfolgt werden. Gegen alle Pokerspieler wurden Strafverfahren wegen Beteiligung an illegalem Glücksspiel eingeleitet.

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