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  • Foto: Bundespolizei/hfr

Bundespolizei rüstet auf: Kanonen für die Küstenwache

Kiel –

Sie sehen ein bisschen aus wie Fähren. Auch wenn das große Deck an Bord der deutschen Bundespolizei-Schiffe ein Hubschrauberlandeplatz ist und keine Aussichtsplattform. In Zukunft werden die „Bad Düben“, die „Potsdam“ und die „Bamberg“ deutlicher als Einsatzboote zu erkennen sein: Alle drei werden jetzt mit schwerem Geschütz ausgerüstet.

Nach Jahrzehnten ohne Kanonen werden die Schiffe der Bundespolizei nun zum ersten Mal wieder bewaffnet. Das berichtet der NDR. Die Schiffe der sogenannten Potsdam-Klasse, die seit eineinhalb Jahren nach und nach in den Dienst gestellt wurden, sollen nun ein 57mm Geschütz bekommen. So wie es bisher nur Marineschiffe haben oder die Kriegsschiffe der US-Navy.

Ausrüstung mit Geschütz und zwei Maschinengewehren

Außerdem sollen an den beiden Außenseiten der 86 Meter langen Boote Maschinengewehre mit einem Kaliber von 12,7 Millimetern angebracht werden.

Als erstes ist die „Bad Düben“ dran. Sie soll demnächst auf die Fassmer Werft im niedersächsischen Berne verlegt werden, um dort mit den Waffen bestückt zu werden.

Boote sollen die Antiterroreinheit GSG 9 unterstützen

Hintergrund der Maßnahme ist die Erweiterung des Aktionsradius‘ der Schiff über den Nord- und Ostseeraum hinaus. So sollen die drei Einsatzboote laut NDR künftig seltener in ihrem Heimathafen Neustadt in Holstein zu sehen sein. Stattdessen kommen sie weltweit zum Einsatz unter anderem zur Unterstützung der Antiterroreinheit GSG 9, deren Spezialgebiet die Befreiung von Geiseln ist.

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Die Polizeiboote sollen der GSG 9 gegebenenfalls Feuerunterstützung geben und feindliche Schiffe stoppen. Im Rumpf haben sie Platz für zwei Schnellboote der Antiterror-Truppe und können diese somit transportieren.

Bundesinnenministerium plant weltweiten Einsatz

„Die neuen Schiffe der Potsdam-Klasse sind für weltweite Einsätze und Fahrten ausgelegt. Das heißt, der Einsatzradius liegt technisch auch über den Einsatzbereichen der derzeitigen Frontex-Einsatzräume“, heißt es in einer Stellungnahme des Bundesinnenministeriums gegenüber dem NDR. (ng)

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