• Kiel: Einsatzkräfte der Polizei fahren mit einem kleinen Boot über den Nord-Ostseekanal und suchen nach Einzelteilen der Tatwaffe.
  • Foto: Axel Heimken/dpa

Bluttat bei Kiel: Ist das die Tatwaffe? Taucher finden weitere Einzelteile im Kanal

Kiel/ Dänischehagen –

Nach den tödlichen Schüssen auf eine Frau und zwei Männer in Kiel und Dänischenhagen wurden jetzt weitere Waffenteile gefunden: Taucher haben sie am Mittwoch aus dem Nord-Ostsee-Kanal geborgen. Kamen diese bei den Taten am 19. Mai zum Einsatz?

„Bei zwei Teilen gehen wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass sie zu der Waffe gehörten, die wir gesucht haben“, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Bei vier weiteren Funden müssten erst Untersuchungen abgewartet werden.

Bei Kiel: 47-Jähriger soll drei Menschen ermordet haben

Ein 47-Jähriger steht im Verdacht, am 19. Mai seine von ihm getrennt lebende 43 Jahre alte Ehefrau und einen zehn Jahre älteren Mann in einem Haus in Dänischenhagen, im Kreis Rendsburg-Eckernförde, sowie einen 52 Jahre alten Bekannten in Kiel getötet zu haben. Der Verdächtige hatte sich noch am Tag der Tat in Hamburg der Polizei gestellt und sitzt in Untersuchungshaft. Vor dem Haftrichter ließ er durch seinen Anwalt erklären, dass er die Taten nicht bestreite.

Zwei Tauchteams waren am Mittwoch in Höhe der alten Levensauer Hochbrücke in Kiel im Einsatz. Sie hatten ein Hinweis bekommen, dass hier Waffenteile entsorgt worden seien. Dafür musste der Schiffsverkehr des Kanals vorübergehend eingestellt werden. Bereits am Freitag hatten Taucher im Hafen von Eckernförde und auch in der Kieler Förde vor Möltenort Waffenteile gefunden. Damit hat die Polizei insgesamt sechs Teile der gesuchten Waffe gefunden.

Nach Hinweisen: Polizei sucht nach Tatwaffe im Nord-Ostsee-Kanal

Laut Kieler Staatsanwaltschaft hatte ein Bekannter des Verdächtigen angegeben, diese für ihn versenkt zu haben und genaue Ortsangaben gemacht. „Es besteht aber kein Verdacht, dass er an den eigentlichen Taten beteiligt war“, sagte Oberstaatsanwalt Michael Bimler.

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Der Verdächtige hatte bei seiner Festnahme in Hamburg auch eine Schusswaffe bei sich. Laut Staatsanwaltschaft ist noch unklar, ob die Taten mit verschiedenen Waffen ausgeführt wurden. Auch der Obduktionsbericht lag am Mittwoch noch nicht vor. (dpa)

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