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  • Bagger reißen im Ostseebad Sellin auf der Insel Rügen das Hotel „Kurhaus Sellin“ ab.
  • Foto: Stefan Sauer/dpa

Abriss an der Ostsee: Hotel auf Rügen soll sechsstöckigem Betonklotz weichen

Sellin –

Direkt an der Selliner Seebrücke wird derzeit das „Kurhaus Sellin“ abgerissen. Dabei war das Hotel noch nicht alt. Es soll ein neues Hotel entstehen – größer und mit anderem Konzept.

Der Abriss des Hotels „Kurhaus Sellin“ direkt an der Seebrücke des Ostseebads auf Rügen ist in vollem Gange. Die Arbeiten würden voraussichtlich bis zum Beginn des zweiten Quartals andauern, teilte ein Sprecher des Eigentümers, der Primus Immobilien AG, mit. Demnach hatten sie Ende vergangenen Jahres begonnen.

Ostsee: Historisches Hotel soll sechsstöckigem Wohnungskomplex weichen

Das schon weitgehend abgerissene Hotel war erst 2001 neu eröffnet worden – damals noch unter anderem Eigentümer. Es habe den heutigen Ansprüchen aber nicht mehr entsprochen, teilte Primus mit. So sei etwa der Spa-Bereich zu klein gewesen. Es soll einem größeren, sechsstöckigen Komplex mit 108 Apartments und Eigentumswohnungen weichen, in dem weiter Hotelbetrieb stattfinden soll.

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Das Hotel war erst 2001 neu eröffnet worden. Es soll einem größeren, sechsstöckigen Komplex mit 108 Apartments und Eigentumswohnungen weichen.

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Stefan Sauer/dpa

Dazu würden private Käufer Apartments kaufen und diese an die Vela Hotels AG – einer Schwestergesellschaft der Primus – vermieten. Die Eigentümer erhielten garantierte Mieteinnahmen, können ihre Apartments sechs Wochen im Jahr zu vergünstigten Konditionen nutzen und werden an Gewinnen beteiligt.

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Das gleiche Konzept verfolgt Primus auch im Hotel „Loev“ im benachbarten Binz, und im „Vela“ in Ahlbeck auf Usedom. Insgesamt realisiert Primus acht Projekte an der Ostsee: auf Rügen, auf Usedom, auf dem Darß und in Boltenhagen. Die Fertigstellung des noch unbenannten Neubaus ist für das erste Quartal 2023 vorgesehen. Zu den Kosten wollte Primus keine Angaben machen. Im Gegensatz zum „Kurhaus Sellin“, das von November bis März geschlossen hatte, soll es in Zukunft einen ganzjährigen Betrieb geben. Damit schaffe man künftig dauerhafte und mehr Arbeitsplätze, hieß es.

An dem Standort in der ersten Reihe am Meer war schon Ende des 19. Jahrhunderts ein Hotel gebaut worden. Zu DDR-Zeiten empfing hier das „Hotel Frieden“ Gäste. (dpa)

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