• Feuerwehrmänner an der Unfallstelle.
  • Foto: Holger Kröger

300.000 Euro Schaden: Brandstiftung? 41 Personen aus brennendem Haus gerettet

Stralsund –

Bei einem Kellerbrand in Stralsund mussten am Freitagabend 41 Menschen evakuiert werden. Das Haus ist derzeit unbewohnbar. Nach ersten Erkenntnissen wurde das Feuer vorsätzlich gelegt. Die Polizei ermittelt jetzt wegen schwerer Brandstiftung.

Gegen 20.24 Uhr kam es am Freitagabend in der Heinrich-von-Stephan-Straße 24 in Stralsund zu dem Kellerbrand. Während eines Einsatzes in einer benachbarten Straße, wurde die Feuerwehr auf eine starke Rauchentwicklung in der Nähe angesprochen. Die Einsatzkräfte sahen massiven schwarzen Rauch aus drei Kellerfenstern eines Mehrfamilienhauses aufsteigen.

Alle 41 Hausbewohner konnten evakuiert werden, sie wurden von einem Krisenbetreuungsbus betreut. Trotz des schnellen Einsatzes der Feuerwehr bleibt das Haus vorerst unbewohnbar. Fast alle Betroffenen konnten bei Freunden oder Verwandten unterkommen, für eine Einzelperson wurde eine Notunterkunft organisiert.

Kellerbrand in Stralsund: 300.000 Euro Schaden

Zwei Bewohner wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung behandelt, der Verdacht bestätigte sich jedoch nicht. Ein 70-jähriger Mann musste mit Kreislaufproblemen ins Krankenhaus eingeliefert werden, nach einer Beobachtungszeit konnte er wieder entlassen werden. 

Die Brandursache war zunächst unklar, nun geht die Polizei jedoch von schwerer Brandstiftung aus. Ein Brandursachenermittler hatte den Kellerbereich am Sonnabendvormittag untersucht und war zu dem Ergebnis gekommen, dass das Feuer offenbar vorsätzlich gelegt wurde. Der Gesamtschaden wird auf circa 300.000 Euro geschätzt. (abu/dpa)

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