• Anlässlich seines 100. Geburtstags will die FDP den „Rosengarten“ in Eppendorf nach Wolfgang Borchert benennen.
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Zum 100. Geburtstag: FDP will Park nach Schriftsteller benennen

Ein Rosengarten für Wolfgang Borchert: In einem Antrag an das Bezirksamt Hamburg-Nord möchte die FDP die Grünanlage an der Eppendorfer Landstraße nach dem deutschen Schriftsteller benennen. Borchert wäre am 20. Mai 100 Jahre alt geworden.

Wolfgang Borchert gilt als einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Die Wurzeln des Autoren liegen in Eppendorf: Borchert ist am 20. Mai 1921 in der Tarpenbekstraße geboren und ging ab 1928 in die Erikaschule in Hamburg-Eppendorf, die von 1969 bis zu ihrer Schließung 2010 den Namen „Wolfgang-Borchert-Schule“ trug. Anschließend wechselte er 1932 auf die Oberrealschule Eppendorf in der Hegestraße.

Park in Eppendorf soll nach Schriftsteller benannt werden

Seit 2019 gibt es eine „Wolfgang-Borchert-Schule“ in Eimsbüttel. Anlässlich seines 100. Geburtstages möchte die FDP den Schriftsteller auch in Eppendorf mit einem Ort ehren. Dazu soll der sogenannte „Rosengarten“ in den „Rosengarten Wolfgang Borchert“ oder „Wolfgang Borchert Park“ umbenannt werden.

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„Er ist in Eppendorf aufgewachsen und war lange Zeit nach dem Krieg international einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller. Wir finden es angemessen, aus diesem Anlass ihm zu Ehren eine Grünanlage im Herzen von Eppendorf nach ihm zu benennen“, sagt Neele Cornelia Bruns, Abgeordnete der FDP-Fraktion und Mitglied im Regionalausschusses.

Die kleine Grünanalage befindet sich an der Eppendorfer Landstraße, zwischen Marie-Jonas-Platz und Schottmüllerstraße auf der westlichen Seite. Der Park eigne sich unter anderem deshalb, weil 1994 auf Initiative des Eppendorfer Bürgervereins bereits ein Denkmal für den Dichter aufgestellt wurde.

Borchert war für seine Lyrik und Theaterstücke bekannt

Der Künstler Ernst A. Nönnecke kreierte dafür eine schwangere Frau, eine Mutter und ein kleines Kind. Dazu stehen der Schriftzug „Sagt Nein! Mütter, sagt Nein!“ sowie die Lebensdaten von Wolfang Borchert (1921-1947). Ein weiterer Grund für die Umbenennung bestehe darin, dass der „Rosengarten“ kein offizieller Name des Parks sei.

Borchert wurde nur 26 Jahre alt. Er war primär für seine Lyrik, Kurzgeschichten und Theaterstücke bekannt. Zudem galt er als erster Schriftsteller der jungen Generation, die die die Nazis ablehnte. Aufgrund seiner kritischen Äußerungen landete Borchert vermehrt in Haft.

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Durch seine Fronteinsätze litt er an Krankheiten, Verletzungen und Mangelernährung. Letztlich starb der Schriftsteller einen Tag vor der Uraufführung seines Theaterstücks „Draußen vor der Tür“, das als das wichtigste seiner Karriere galt. Viele Schüler lesen das Drama bis heute im Deutschunterricht. (lehe)

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