Sternbrücke
  • Im Streit um die neue Sternbrücke in Hamburg hat sich nun auch die evangelische Kirchengemeine in Altona-Ost zu Wort gemeldet.
  • Foto: TF Architekten

Zoff um neue Sternbrücke: Kirchengemeinde hat große Sorgen

Es vergeht kaum eine Woche ohne neue Nachrichten zur Sternbrücke. Wenn es nach der Deutschen Bahn und dem Senat geht, soll die Brücke an der Kreuzung zwischen Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Anwohner, Bezirkspolitik, Künstler und Architekten machen dagegen mobil. Jetzt auch die evangelische Kirchengemeinde.

21 Meter hoch und mehr als 100 Meter lang – die neue Sternbrücke mit ihrem bogenförmigen Design ist ein wuchtiges neues Bauwerk, das das Gesicht Altonas verändern würde. Daher hat das Projekt schon jede Menge Kritik einstecken müssen. Sowohl von Bürgerseite als auch von der Politik. Nun hat sich die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Altona-Ost zu Wort gemeldet.

Zoff um Sternbrücke in Hamburg: Kirchengemeinde meldet sich zu Wort

Grund dafür sei die Einladung der Bahn zu einem Kreativworkshop für Ende Oktober, der jedoch unter der Prämisse stehe, dass die Konstruktion der Brücke bereits beschlossene Sache sei. „Wir fragen, wenn die Form der Brücke bereits feststeht – was soll da noch kreativ gestaltet werden?“, heißt es in der Stellungnahme der Gemeinde.

Das könnte Sie auch interessieren: Zoff um neue Sternbrücke: SPD überlässt das Konzept gerne den Grünen

Dies sei ein weiteres Indiz dafür, dass der Planungsprozess von Anfang undemokratisch und eine ordentliche Bürgerbeteiligung nicht vorgesehen gewesen sei. „Der Abriss der alten Sternbrücke, die überdimensionierte neue Brücke, der Abriss mehrerer Häuser aus dem vorletzten Jahrhundert und das Fällen der Bäume sind ein tiefer Eingriff in das Stadtbild, von dem auch wir mit der St. Johanniskirche und der Kulturkirche Altona betroffen sind.“

Kirchengemeinde Altona-Ost: „Sorge, dass Verkehrsberuhigung zurückgenommen wird“

Die Sorge der Gemeinde bezieht sich dabei nicht nur auf die optischen Veränderungen im Bezirk, sondern auch darauf, „dass der soziale Frieden im Stadtteil durch den Bau der Brücke gefährdet wird.“ Die Kirchengemeinde befürchtet, dass durch die neue Brücke auch die Verkehrsberuhigung der Stresemannstraße zurückgenommen wird.

Daher appelliere man an die Deutsche Bahn, ein Konzept zu entwerfen, das Fußgänger und Radfahrer „angemessenen Raum und ausreichende Sicherheit bieten und den Wohnstandtort Stresemannstraße stärken“ kann. (alu)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp