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Zoff um Abriss-Plan: Diese Hamburger Schule soll plattgemacht werden

Steilshoop –

Der Senat will abreißen, die Opposition erstmal nicht: In Steilshoop soll im Zuge eines großen Bauprojektes eine ehemalige Schule plattgemacht werden, um dann 192 Wohnungen auf dem Gelände zu schaffen. Der CDU geht das alles zu schnell.

Das Schulgebäude und seine Sporthalle am Borchertring selbst werden nicht mehr für den Unterricht genutzt – lediglich einige Sportvereine, eine Kita und ein Chor verbringen einige Stunden in der Woche auf dem Gelände. Demnächst sollen hier dann die Abrissbagger anrücken und Platz für neue Wohnungen schaffen.

Hamburg: In Steilshoop-Nord sollen neue Wohnungen entstehen

Bereits seit 2015 besteht der konkrete Plan in Steilshoop-Nord den Wohnungsausbau massiv voranzutreiben. Die SAGA will auf dem ehemaligen Schulgelände bauen, der Senat verspricht sich durch den Verkauf Geld, das den neuentstandenen Bildungscampus in Steilshoop mittragen soll.

CDU in Hamburg fordert Abrissstopp auf Schulgelände 

Es ist noch nicht klar, wann die neuen Wohnungen gebaut werden. Das Abrissvorhaben soll allerdings kurzfristig im vierten Quartal dieses Jahres erfolgen – zum Unmut der CDU. „Ich finde, dass die Abriss- und Neubauarbeiten hier zeitlich besser abgestimmt werden sollten“, sagt Bürgerschaftsabgeordneter Sandro Kappe. Er und die CDU-Bezirksfraktion bemängeln, dass die bislang noch intakten Räumlichkeiten erst einmal von Anwohnern und Vereinen weiterverwendet werden könnten. Deshalb fordern sie einen Abrissstopp, bis ein konkreter Baubeginn feststehe.

Der Senat hingegen drängt auf einen zeitnahen Abriss, begründet das mit der Vermeidung von Vandalismusschäden sowie laufenden Kosten für die Sicherung, den Betrieb und die Unterhaltung der Gebäude.

Hamburg: Gelände wird illegal als Unratfläche genutzt

Tatsächlich wird das wenig genutzte Areal auch immer wieder unerlaubterweise als Unratfläche genutzt. Ein Zustand, der eigentlich auch Sandro Kappe (CDU) übel aufstieß. Zumindest verwies er noch im September in einer kleinen Anfrage an den Senat darauf, dass sich durch die Corona-Krise der Neubau verzögere und „in der Zwischenzeit einige Unverbesserliche das Grundstück als Wertstoffhof“ missbrauchen würden. Der Unrat würde sich gar türmen.

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Ob die Forderung nach einer Verschiebung des Abrisses nun Gehör findet ist fraglich, seit Mai liegt bereits die Abrissgenehmigung vor. (fkm)

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