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Wohnt hier der Weihnachtsmann?: Das ist Hamburgs verrücktestes Weihnachtshaus

Langenhorn –

Wohnt hier etwa der Weihnachtsmann? Das fragen sich Kinder schon mal, wenn sie das „Weihnachtshaus“ in ihrer Nachbarschaft sehen, und werfen kurzerhand Nachrichten an den bärtigen Mann in den Briefkasten. Doch der bunte Lichtertraum ist nur ein ganz normales Reihenhaus – das die vier Parteien, die in ihm wohnen, zur Weihnachtszeit in das Ho-Ho-Haus von Langenhorn verwandeln!

Es startete 2016 mit einer Lichterkette am Spielturm im Garten. „Wir wollten die Nachbarn ein bisschen ärgern, denn zu der Zeit war es hier noch etwas „grinchig““, erzählt Jessica Natelberg, eine der Bewohnerinnen des Hauses, lachend. Doch die Idee gefiel: Die Nachbarn machten mit und seitdem feilen die vier Parteien Jahr für Jahr gemeinsam an dem Deko-Konzept.

Weihnachtshaus in Langenhorn: Treffpunkt für die ganze Nachbarschaft

Und so ist das Haus zum Weihnachtstreffpunkt geworden. Besonders Familien schauen sich gern die Lichter an, erzählt Natelberg. In den letzten Jahren verteilten die Hausbewohner bei ihrem „Tag des offenen Gartens“ sogar Glühwein. Und einige Bewunderer haben sich mit kleinen Spenden an den Deko-Kosten beteiligt. „Man lernt die ganze Nachbarschaft kennen und kommt auch mit Fremden ins Gespräch“ sagt Natelberg. „Eigentlich ist es das, was mir an unserer Beleuchtung am meisten gefällt.“

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Der Glühwein-Umtrunk musste dieses Jahr ausfallen. „Aber uns war es gerade wegen Corona wichtig, das Haus zu schmücken“, sagt Natelberg. Schon die Weihnachtsmärkte können nicht stattfinden, die Leute können nicht verreisen und gerade jetzt gehen viele Menschen spazieren – da sollten die Weihnachtslichter die Adventzeit versüßen. Ein besonderes Highlight ist das Haus für Kinder, die hier auf ihrem Schulweg vorbeikommen – für sie wurde die Beleuchtung extra von 6 bis 8 Uhr morgens eingeschaltet.

Bewohner des Hauses

Diese Bewohner kümmern sich um den Weihnachtsmarkt-Lichtertraum.

Foto:

Quandt

Weihnachtsbeleuchtung in Hamburg: Dieses Jahr gerade wegen Corona wichtig

Rund 800 Euro hat Natelberg dieses Jahr für neue Deko ausgegeben, 250 Euro davon allein für Steckdosen. 50 Figuren wurden aufgerüstet: Weg von den aufblasbaren Stoffpuppen, hin zu richtigen Acryl-Figuren, aber alles Second-Hand. „Ich habe im Sommer viel über Ebay-Kleinanzeigen besorgt, denn wegen Corona haben viele Menschen ihre Häuser ausgemistet“, erzählt die 33-Jährige. Wie viele Lampen verbaut sind, weiß Natelberg nicht, aber mindestens 100 Figuren sind schon aufgestellt, „und es kommen täglich neue dazu.“ Der Betrieb kostet wegen der LED-Lichter aber nicht viel.

Weihnachtsmann

Rund 800 Euro hat Jessica Natelberg dieses Jahr für Weihnachtsdekoration ausgegeben.

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Die Beleuchtung ist über Weihnachten ganztägig und sonst von 16 bis 22.30 Uhr eingeschaltet und wird dieses Jahr noch bis zum 6. Januar zu sehen sein. 

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