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  • Foto: Krankenhaus Groß-Sand

Wilhelmsburger Krankenhaus: Gerüchte um komplette Schließung: Was ist dran?

Wilhelmsburg –

Schon länger hat das Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand mit Unmut und Gerüchten zu kämpfen. Erst Anfang August erfuhren die Mitarbeiter, dass die Pflegeschule geschlossen wird. Auch Gerüchte über eine komplette Schließung des Krankenhauses wurden laut – doch was ist da dran?

Seit 2017 ist bekannt, dass die Klinik in der Trägerschaft der Pfarrei in eine wirtschaftliche Schieflage geraten ist – seitdem ist das katholische Krankenhaus Groß-Sand immer wieder in den Schlagzeilen. Zuletzt verunsicherten Gerüchte über eine komplette Schließung der Klinik die Mitarbeiter. Ein Schock! Vor allem nachdem erst kürzlich bekannt wurde, dass die Pflegeschule der Klinik schließen muss.  

Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand: Gerüchte um Schließung 

Doch was ist eigentlich dran an den Vermutungen? „Nichts“, sagt Sarah Sieweke, Sprecherin des Krankenhauses, der MOPO. Lediglich Gerüchte unter Mitarbeitern und Anstachelung der Medien hätten laut ihr zu dieser Annahme geführt.

Mitarbeiter fühlen sich im Stich gelassen – Transparenz fehlt

Trotzdem muss sich wohl etwas ändern: Viele Mitarbeiter fühlen sich durch mangelnde Transparenz im Stich gelassen – das wurde schon nach dem Bekanntwerden der Pflegeschulen-Schließung deutlich. Dass jetzt mit der Planungsbehörde eine Lenkungsgruppe aus Vertretern von Behörde und Politik, Krankenkassen, Kassenärztlicher Vereinigung, Erzbistum und Klinikleitung ins Leben gerufen wurde, sei den Angestellten daher wichtig, erklärt Sieweke.

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Die Lenkungsgruppe solle jetzt auf Basis eines Sanierungskonzeptes der Klinikleitung über die Zukunft von Groß-Sand entscheiden. Das Ziel aller Beteiligten sei es dabei, das Wilhelmsburger Krankenhaus zu erhalten und aus dem –  aus vielerlei Gründen und bereits seit Jahren – wirtschaftlich stark angeschlagenen Unternehmen ein gesundes und vor allem zukunftsfähiges Krankenhaus“ zu machen. Das teilt das Krankenhaus Groß-Sand in einer Erklärung mit.

Keine einfachen Zeiten für Groß-Sand: Strukturen auf dem Prüfstand

Zwar solle das Krankenhaus demnach bestehen bleiben, der Geschäftsführer Christoph Schmitz bestätigte aber, „dass die Strukturen des Hauses auf dem Prüfstand stehen“.

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Groß-Sand solle so dem tatsächlichen Bedarf des Stadtteils angepasst werden. „Dabei kann die Stärkung des ambulanten Angebots ein sinnvoller Ansatz sein, aber keinesfalls die Gesamtlösung“, so der Geschäftsführer.

Geschäftsführer Christoph Schmitz weiß, dass die nächste Zeit für das Krankenhaus nicht einfach wird.

Geschäftsführer Christoph Schmitz weiß, dass die nächste Zeit für das Krankenhaus nicht einfach wird. Dennoch ist er optimistisch.

Foto:

Krankenhaus Groß-Sand

Eine leichte Aufgabe würde die Sanierung der Klinik nicht werden, das gibt die Sprecherin des Krankenhauses zu. Dennoch seien Klinikleitung, Träger und das Erzbistum Hamburg optimistisch.

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