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Eine Mitarbeiterin im Labor
  • SPD und Grüne wollen künftig das Abwasser auf Drogenrückstände untersuchen lassen (Symbolbild)
  • Foto: dpa | Daniel Reinhardt

Wie viele Drogen nehmen die Hamburger? Mit diesem Trick will Rot-Grün das rausfinden

So ziemlich alles, was der Mensch ausscheidet, kann im Abwasser nachgewiesen werden. Während Corona etwa, als so ergänzend das Infektionsgeschehen untersucht wurde. Gleiches gilt für Drogenrückstände.

SPD und Grüne wollen das Hamburger Abwasser regelmäßig auf Drogenrückstände untersuchen lassen. „Entsprechende Untersuchungen können möglicherweise einen Hinweis auf das Ausmaß des Konsums dieser Substanzen in Hamburg geben“, heißt es in einem Antrag der Regierungsfraktionen für die Bürgerschaft, über den am Mittwoch zuerst der NDR berichtet hatte.

Steigender Kokain- und Crackkonsum in Großstädten

Ein regelmäßiges Abwasserscreening auf illegale Drogen wie Kokain, THC, Amphetamine, Heroin und Fentanyl sei sinnvoll, um Präventionsstrategien, aber auch ordnungsrechtliche Maßnahmen anzupassen. Drogenkonsum sei in Hamburg eine Realität, argumentieren SPD und Grüne.

„Dies betrifft legale Drogen ebenso wie Drogen, die im Betäubungsmittelgesetz verboten oder deren Nutzung mit hohen Auflagen verbunden sind.“ Fachleute beobachteten in vielen Großstädten einen Anstieg des Konsums von Substanzen wie Kokain oder dessen Derivat Crack.

Abwasseruntersuchungen halfen schon während der Coronapandemie

Bereits in der Coronapandemie sei die Untersuchung des Abwassers zur Ableitung der Inzidenz in Hamburg erprobt worden, heißt es in dem Antrag weiter. „Labortechnisch lassen sich im Abwasser auch Metaboliten nachweisen, die bei der Verstoffwechselung von Drogen im Körper entstehen.“

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Die Antragsteller verweisen darauf, dass die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht bereits seit Jahren in vielen europäischen Städten solche Abwasseruntersuchungen auswertet. Hamburg war zuletzt 2020 dabei. (dpa/mp)

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