Jens Köhler (links) und Johannes Vieten (rechts) betreiben jetzt einen Campingplatz auf Fehmarn.
  • Jens Köhler (links) und Johannes Vieten (rechts) betreiben jetzt einen Campingplatz auf Fehmarn.
  • Foto: Honorarfrei

Wie sich diese zwei Hamburger den Traum von Fehmarn erfüllten

Seit sieben Jahren betreiben Johannes Vieten und Jens Köhler eine Bulli-Vermietung in der Hansestadt, jetzt haben sie sich einen gemeinsamen Traum erfüllt: Einen eigenen Campingplatz auf der Insel Fehmarn in Schleswig-Holstein, direkt am Surfspot Altenteil. Vor Ort haben die Hamburger erstmal alles ordentlich umgekrempelt – dabei stießen sie allerdings auch auf einige Probleme.

377 Plätze, 60 davon mit direktem Blick auf die Ostsee: Am 1. April öffnete das neue „Ahoi Camp Fehmarn“ an einem der attraktivsten Wassersport-Spots in Deutschland wieder seine Tore. Im November 2021 haben dort Johannes Vieten und Jens Köhler die Geschäftsführung übernommen – und über den Winter eifrig gewerkelt.

Camping Fehmarn: Den ganzen Winter wurde umgebaut

„Wir wollen ein modernes und gleichzeitig naturnahes Camping für die Leute anbieten“, sagt Vieten im Gespräch mit der MOPO. „Viele denken immer noch an rottige Toiletten, einen schrägen Kiosk und vor allem das Spießertum. Modernes Camping bedeutet für uns sanierte Waschhäuser, Familienbilder an der Wand und eine Fußbodenheizung.“

Der Campingplatz auf Fehmarn liegt direkt an der Ostsee – ein guter Spot um zu Surfen.
Der Campingplatz auf Fehmarn liegt direkt an der Ostsee – ein guter Spot, um zu Surfen.

Ganz wichtig sei es, ein bisschen Lifestyle in den Platz reinzubringen: „Wir haben ein Café eröffnet mit guter Musik, wo man ein bisschen abschalten kann. Für die Kinder gibt es einen großen Abenteuerspielplatz“, berichtet der Geschäftsführer. „Es kommt nicht drauf an, dass der Rasen perfekt ist oder einzelnen Parzellen millimetergenau abgetrennt sind, sondern dass es große und offene Flächen gibt. Dort kann jeder sein Eckchen finden, aber auch in Kontakt mit den anderen Campern treten.“

Campingplatz auf Fehmarn – eine Herzensangelegenheit

Für die beiden Hamburger ist es eine Herzensangelegenheit. Vieten selbst fährt seit Jahren auf den Platz nach Fehmarn. Über die sieben Jahre, die sie die Hamburger Bulli-Vermietung betreiben, hätten sie gut herausfiltern können, welche Bedürfnisse Camper haben – beziehungsweise auch diejenigen, die es werden wollen.

Inzwischen gibt es auf dem Campingplatz in Fehmarn auch ein Café.
Inzwischen gibt es auf dem Campingplatz in Fehmarn auch ein Café.

„Wichtig ist, dass der Platz eine gute Lage hat und sowohl die Buchung als auch die Registrierung vor Ort einfach sind. Theoretisch musst du bei uns am Ankunftstag gar nicht an die Rezeption, sondern deine Reservierung wird bei der Einlassschranke registriert. Dann kann es vom Auto aus direkt ans Meer gehen anstatt in eine ewige Warteschlange“, sagt der 42-Jährige.

Der Umbau: Viele Dauercamper waren misstrauisch

Ganz reibungslos verlief der Umbau allerdings nicht. Viele der insgesamt 150 Dauercamper seien am Anfang misstrauisch gegenüber den neuen Eigentümer gewesen. „Da gab’s wirklich die krassesten Gerüchte“, erinnert sich der 42-Jährige. „Viele dachten, wir würden alle Dauercamper vertreiben, was natürlich Quatsch ist. Wir wollten lediglich umstrukturieren und die drei Waschhäuser sanieren.“

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An vier Tagen organisierten die Geschäftsführer daher eine Dauer-Sprechstunde, damit jeder, der sich Sorgen machte, einmal persönlich mit ihnen sprechen konnte. Mit Erfolg: „Inzwischen konnten wir einen guten Draht aufbauen. Es ist wirklich eine super Gemeinschaft, jeder hilft hier jedem“, fasst der Hamburger zusammen. Ihr Einsatz kann sich bis jetzt sehen lassen – über Ostern ist der Campingplatz komplett ausgebucht.

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