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Werk-Schließung in Hamburg: „Verraten und verkauft“ – die Wut der Coca-Cola-Kollegen

Die Schließung eines Coca-Cola-Werks in Hamburg sorgt bei den Angestellten für mächtigen Frust. Der Konzern habe die Entscheidung vor langer Zeit getroffen, ohne den Betriebsrat und die Belegschaft zu informieren.

Fast 100 Beschäftigte sind von der Schließung des Hamburger Werks betroffen. Das Ganze soll Teil einer Infrastrukturmaßnahme sein, wie Coca-Cola Ende Januar verkündete.

Coca-Cola: Werk in Hamburg schließt wegen zu wenig Arbeit

Laut Coca-Cola soll die Schließung des Werks wegen eines zu geringen Arbeitsaufkommens wirtschaftlich notwendig sein. Bei der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten und beim Betriebsrat des Hamburger Standorts widerspricht man.

„Arbeit ist genug da“, das sagt Marcel Mansouri, zuständiger Gewerkschaftssekretär, zumindest. Den genauen Grund für die Schließung könne man nicht ausmachen, dafür soll Coca-Cola ihm zufolge zu wenig kommunizieren.

Schließung von Coca-Cola-Werk in Hamburg: Gewerkschaft spekuliert über Gründe

Mansouri spekuliert: „Grund und Boden gehören zum größten Teil der Coca-Cola. Bei den aktuellen Hamburger Immobilienpreisen drängt sich die Frage auf, ob nicht ein möglicher Verkaufserlös ein Faktor bei der Schließungsentscheidung gewesen sein könnte“, so der Gewerkschaftssekretär.

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Für die Beschäftigten ist jedenfalls klar, dass die Entscheidung schon lange vor der Verkündung Ende Januar feststand. Laut Mansouri fühlen sich die Angestellten „verraten und verkauft“.

Hamburg: Coca-Cola-Mitarbeiter stellen Kreuze auf

Während eines Protests vor dem Werkstor werden dabei Kreuze aufgestellt. Eines für jeden Arbeitsplatz, den Coca-Cola hier auf dem Gewissen haben soll. „Für jeden vernichteten Arbeitsplatz stellen die Beschäftigten ein Kreuz auf. Hinter diesen Arbeitsplätzen stehen menschliche Schicksale. Das ist den Kapitalisten egal. Uns aber nicht!“, sagt der Gewerkschafter. (pk)

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