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  • Foto: imago images / Nikita

Weiße Weihnachten?: Das ist die Perspektive für Hamburg

Die Chancen auf weiße Weihnachten im Norden stehen schlecht: Gerade mal bis 20 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und zehn bis 15 Prozent im restlichen Norden, besagt die Statistik des Deutschen Wetterdienstes. An einem Ort fällt sogar nur alle 50 Jahre Schnee an Weihnachten.

Jeder wünscht sie sich und doch gibt es sie im Norden viel zu selten: weiße Weihnachten. Der Blick in das Klimaarchiv des Deutschen Wetterdienstes (DWD) beweist, dass weiße Weihnachten in Norddeutschland – abgesehen vom Bergland – ein recht seltenes Ereignis sind. Und das ist gar nicht so neu, sagte Meteorologe Oliver Weiner vom Regionalen Klimabüro des DWD am Donnerstag in Hamburg.

Wetter im Norden: Gibt es Schnee an Weihnachten in Hamburg?

Denn die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten in Norddeutschland habe „seit den frühen 1960er Jahren weder zu- noch abgenommen – obwohl mit dem Klimawandel die Weihnachtsfeiertage heute häufig milder ausfallen als vor 50 bis 60 Jahren“.

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Von weißen Weihnachten sprechen die Wetterexperten übrigens erst, wenn an allen drei Festtagen morgens eine mindestens ein Zentimeter dicke Schneedecke liegt. In Hamburg gab es das zuletzt 2010.

Wetter im Norden: Auf Helgoland gibt es nur alle 50 Jahre Schnee

Schaut man dagegen nur nach Schnee an mindestens einem der drei Tage, kommen die Hamburger immerhin alle sieben bis acht Jahre in den Genuss von weißen Weihnachten. Auf Helgoland können sich die Insulaner dagegen nur alle 50 Jahre über Schnee an Weihnachten freuen. Auf dem Brocken im Harz dagegen lag an fast jedem vierten Weihnachten sogar mindestens ein Meter Schnee.

Ganz ohne Schnee rund um den 24. Dezember war der höchste Berg im Norden zuletzt 2015, 1987 und 1971. So richtig weiße Weihnachten mit viel Schnee gab es im Norden zuletzt 2010, 1981 und 1969.

Wetter in Hamburg: Temperaturen an Weihnachten werden immer höher

Für seine Auswertung hatte der DWD bis 1961 zurückgeblickt. Dabei stellte er auch fest: Weihnachten wird wärmer und Handschuhe und Mütze können für den Weihnachtsspaziergang immer häufiger daheim bleiben. Zweistellige Plusgrade an Weihnachten seien längst keine Ausnahme mehr. 2015 sanken die Temperaturen beispielsweise in Hannover und Bremen nicht einmal nachts unter 11 Grad Celsius. 

Wie hoch die Chancen auf weiße Weihnachten 2020 sind, konnten die Wetterexperten am Donnerstag dagegen noch nicht sagen. Seriöse Prognosen seien frühestens zehn Tage vorher möglich. (dpa/aba)

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