Stefan Heße
Stefan Heße
  • Hamburgs Erzbischof Stefan Heße bei einer Predigt (Archivbild).
  • Foto: dpa

Weihnachtspredigt: Hamburger Erzbischof spricht über Kriege und sexuellen Missbrauch

Angesichts von Kriegen und nahender Klimakatastrophe hat der Hamburger Erzbischof Stefan Heße die Menschen zum Glauben aufgerufen. „Wo Gott unumwunden Ehre geschenkt wird, steht es um den Menschen gut, ja sehr gut”, sagte Heße in seiner Predigt zu Heiligabend.

„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seiner Gnade” – diese biblische Botschaft riefen die Engelschöre im Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach wie eine Fanfare.

Hamburger Erzbischof spricht Weihnachtspredigt

Zurzeit übertönten scheinbar andere akustische Warnsignale diese Fanfare, sagte Heße im Hamburger Mariendom: „Sirenen, die aufheulen – nicht nur am nationalen Warntag bei uns, sondern überall auf der Welt, wo die Gewehrsalven, die Drohnen und Panzer Kriegslärm verbreiten, und das nicht nur in der Ukraine.” Der Erzbischof nannte den äthiopischen Bürgerkrieg in Tigray, die Krise im Jemen und den Afghanistan-Konflikt.

Es gebe weitere Warnsignale. „Vor allem die junge Generation schlägt Alarm aus Sorge vor einer nahenden Klimakatastrophe”, erklärte Heße. Die Bewahrung der Schöpfung sei eine Möglichkeit, Gott die Ehre zu geben.

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Auch in der Kirche gebe es Warnrufe. „Es darf kein Weiter-so geben im Umgang mit dem sexuellen Missbrauch!”, betonte der Erzbischof und fügte hinzu: „Gott die Ehre zu geben, bedeutet Raum für die Wahrheit zu schaffen und nicht zum Komplizen der Finsternis zu werden.” (dpa/mp)

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