Kundgebung der IG Metall auf dem Fischmarkt.
  • Kundgebung der IG Metall auf dem Fischmarkt.
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Streik: Metaller in Hamburg und im Norden erhöhen Druck auf Arbeitgeber

Tausende Metaller in Hamburg und dem gesamten Norden haben kurz vor der wohl entscheidenden Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie noch einmal die Muskeln spielen lassen. Mit Warnstreiks erhöhten sie den Druck auf die Arbeitgeber.

Zu den Kundgebungen in Hamburg und Bremen kamen 5000 beziehungsweise 2500 Metaller, wie ein Gewerkschaftssprecher sagte. In Hannover und Osnabrück seien es knapp 7000 Menschen gewesen, in Kiel 1500 und in Rostock 800 Beschäftigte. Insgesamt hatte die Gewerkschaft an ihrem „Küstenaktionstag” in 13 Städten Demonstrationszüge und Kundgebungen geplant.

Streik der Metaller: Kundgebungen im Norden

Von den Arbeitsniederlegungen waren am Mittwoch nach Angaben der IG Metall Nord alle fünf norddeutschen Bundesländer betroffen. Der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich, sagte nach Gewerkschaftsangaben bei der Kundgebung in Hamburg, der „Küstenaktionstag” sei ein kraftvolles Signal an die Arbeitgeber: „Macht den Weg für eine Lösung am Donnerstag in Baden-Württemberg frei oder uns stehen auch an der Küste stürmische Wochen bevor.” Ohne ein Verhandlungsergebnis in Ludwigsburg stünden auch im Norden 24-Stunden-Warnstreiks, eine Urabstimmung und ein unbefristeter Streik an.

Das sind die Forderungen der Metaller

Die IG Metall verlangt für die bundesweit rund 3,9 Millionen Beschäftigten acht Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber hatten in den bislang regional geführten Verhandlungen jeweils Einmalzahlungen von 3000 Euro und zudem bei einer Laufzeit von 30 Monaten eine nicht bezifferte Erhöhung der Lohntabellen angeboten.

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Nun setzt die IG Metall auf einen Pilotabschluss im Südwesten. Der Bundesvorstand der Gewerkschaft hatte am Montagabend grünes Licht für einen Einigungsversuch im Bezirk Baden-Württemberg gegeben. Die Verhandlungen sollen in fünfter Runde am Donnerstag in Ludwigsburg beginnen. Friedrich betonte: „Die Beschäftigten müssen sofort massiv entlastet werden, die Monatsentgelte dauerhaft steigen und die unsägliche Forderung nach einem flexiblen Weihnachtsgeld vom Tisch.” (dpa/mp)

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