• Der alte Astra-Turm auf St. Pauli verschwand 2005.
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Verschwundene Bauten in Hamburg: Erinnern Sie sich noch an diese markanten Gebäude?

In den 90er und 2000er Jahren mussten sich die Hamburger von einigen bekannten Gebäuden verabschieden. Manchmal waren sie auch froh darüber. Erinnern Sie sich zum Beispiel an die alte Bowling-Bahn an der Ecke Reeperbahn/Zirkusweg? Jahrelang verfiel sie vor sich hin, bis sie 2009 endlich verschwand. Welche steinernen Hamburger Originale noch verschwanden – lesen Sie mal! 

Abgerissen: Die alte Bowlingbahn auf St. Pauli 

Bowlingbahn an der Reeperbahn

Die Bowlingbahn auf dem Kiez wurde im Sommer 2009 abgerissen. 

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Schimkus

Dieses Gebäude war eines der ersten, das Kiez-Besucher vom Millerntor aus sahen. 1958 wurde die Astra-Bowlingbahn mit dem China-Restaurant „Mandarin“ errichtet. Von 1962 bis 1988 befand sich dort auch ein Musikgeschäft. Weil es Probleme mit Asbest gab, stand das Gebäude längere Zeit leer. Von 1991 bis 2009 wurden die Räume des China-Restaurants unter den Namen „Mandarin-Kasino“ und später als „Mojo Club“ für Partys und Konzerte genutzt. Die Räume der Bowlingbahn rotteten vor sich hin. Im Sommer 2009 wurde alles abgerissen. Heute stehen dort die 24-stöckigen Tanzenden Türme.

Koloss in Hamburg: Das Iduna-Hochhaus am Millerntorplatz

Iduna-Hochhaus 1991 doa

Das Iduna-Hochhaus am Millerntorplatz wurde im Februar 1995 gesprengt. 

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dpa

Was für ein Koloss! 1966 wurde das 78 Meter hohe Hochhaus am Millerntorplatz (St. Pauli) eingeweiht. Dort waren Oberverwaltungsgericht, Reedereien und Ingenieurbüros untergebracht. Wegen Asbest mussten die Richter schließlich mit Atemschutzmasken und in Schutzanzügen arbeiten. Am Sonntag, den 19. Februar 1995 wurde das Gebäude gesprengt – und 80.000 Hamburger schauten gebannt zu. Heute steht an diesem Ort wieder ein Hochhaus.

Seit 2005 gibt es den Astra-Turm auf St. Pauli nicht mehr 

Astra-Turm auf St. Pauli

Der Astra-Turm verschwand 2005. 

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dpa

Die Wurzeln der Bavaria-St. Pauli-Brauerei reichen bis ins Jahr 1647 zurück – 1863 verpachtete die Stadt Hamburg das Gelände an der Bernhard-Nocht-Straße an die Brauerei. Heute ist davon so gut wie nichts mehr übrig. Besonders markant war der Astra-Turm, der die Form einer Bier-Tulpe hatte. Er wurde 2005 abgerissen. Das Werk, in dem unter anderem Astra gebraut wurde, schloss bereits zwei Jahre vorher. Auf dem Bavaria-Gelände entstanden für 360 Millionen Euro Büros, Hotels und Wohnungen.

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C&A am Nobistor: Vor Abriss eine Party-Location

Altes C& A-Gebäude in Hamburg

In diesem Gebäude am Nobistor war mal C&A untergebracht. 

Foto:

Florian Quandt

In den 60er Jahren entstand an der Ecke Nobistor/Holstenstraße ein Haus der Bekleidungskette C&A. Bis 1993 wurden hier Klamotten verkauft. Dann wurde der leerstehende Klotz zur Party-Hochburg. 1994 zog der Techno-Club „Unit“ dort ein und zwei Jahre später wieder aus. Weitere Clubs siedelten sich dort an. 2007 wurde das Gebäude abgerissen. Heute steht dort ein Erweiterungsbau der benachbarten Endo-Klinik.

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Das Frappant – graue Betonburg in Altona

Frappant in Hamburg

Das Frappant in Altona. 

Foto:

Florian Quandt

Nein, das Frappant war kein schöner Anblick. Die Betonburg wurde 1973 in der Großen Bergstraße (Altona) gebaut. Unter anderem gab es dort eine Karstadt-Filiale, aber die Ecke verödete. Mehrere Investoren versuchten sich vergeblich an der Immobilie. Im Februar 2011 wurde der Klotz abgerissen. 2013 hat das Möbelhaus Ikea dort seine erste innerstädtische Filiale eröffnet.

Ottensen: Wo das Bismarckbad war, gibt es heute Burger 

Bismarckbad Blumenthal

Im Bismarckbad am Bahnhof Altona haben viele kleine Hamburger das Schwimmen gelernt. 

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Blumenthal

94 Jahre lang haben die Hamburger in diesem wunderschönen Schwimmbad geplantscht – im Jahr 2007 war Schluss. Die Halle am Bahnhof Altona wurde abgerissen. An der Ottenser Hauptstraße/Ecke Hahnenkamp gibt es nun unter anderem Klamottenläden, einen Burger-Laden und einen Bio-Supermarkt.

Verschwunden: Das Ufa-Kino am Gänsemarkt

Ufa Gänsemarkt

Das ehemalige Ufa-Kino am Gänsemarkt. 

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Ruega

Romy Schneider sorgte 1958 bei der Eröffnung des Ufa-Palastes am Gänsemarkt für einen Volksauflauf. Das Film-Theater war fast 50 Jahre lang ein Treffpunkt für Hamburger Hollywood-Fans. Dann geriet das Unternehmen in die Insolvenz. Am 31. Mai 2006 lief dort der letzte Film. Danach kam die Abrissbirne. Heute steht dort ein Neubau, in dem es Büro und einen Klamottenladen gibt.

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