Wegen einer Baustelle am Doormannsweg wurde der Eppendorfer Weg am Donnerstag rege als Ausweichroute genutzt. An dieser Kreuzung sollte ursprünglich eine Auto-Blockade errichtet werden.
  • Wegen einer Baustelle am Doormannsweg wurde der Eppendorfer Weg am Donnerstag rege als Ausweichroute genutzt. An dieser Kreuzung sollte ursprünglich eine Auto-Blockade errichtet werden.
  • Foto: Sun

Verkehrs-Zoff in Hamburg: Grüne poltern gegen Behörde – und hoffen auf neuen Senator

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen! Die Grüne-Bezirksfraktion in Eimsbüttel stellt sich beim Umbau des Eppendorfer Wegs gegen die Pläne der Verkehrsbehörde – und setzt darauf, dass es dort bald einen neuen Senator gibt.

Der Ärger ist den Grünen deutlich anzumerken. Klar, schließlich sollte der Eppendorfer Weg eines der Prestige-Projekte der neuen Koalition werden. Gemeinsam mit der CDU hatte man sich darauf verständigt, in jedem Stadtteil mindestens eine autofreie Straße zu schaffen. Und am 27. Februar hatten beide Fraktionen mit ihrer Mehrheit in der Bezirksversammlung beschlossen, dass der Eppendorfer Weg zwischen Fruchtallee und Osterstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt wird.

Hamburger Verkehrsbehörde schmettert Grünen-Plan ab

Dazu sollte auf Höhe des Henriettenwegs eine Blockade errichtet werden – und später in Abstimmung mit den Anwohnern ein Straßenpark entstehen. Die Verkehrsbehörde hat diesen Plan jedoch jüngst abgeschmettert. Begründung: Die Pläne widersprächen dem geplanten Veloroutenausbau. Das sehen die Grünen im Bezirk aber mal ganz anders.

„Ein von Kfz befreiter Raum ist doch wunderbar für den Fahrradverkehr geeignet und steht in keiner Weise in Konkurrenz zum Veloroutenkonzept“, kontert Fraktionschef Ali Mir Agha.

Hamburgs Grüne hoffen auf grünen Verkehrssenator

Dass sich die Behörde allein auf die Tempo-30-Zone zurückziehen will, um ein verträgliches Miteinander zu gewährleisten, sei nicht fortschrittlich und für eine Innovationsbehörde wenig innovativ. Allein, die Kritik bringt nichts: Wenn die Verkehrsbehörde die Grünen-Pläne so nicht umsetzen will, muss sie das auch nicht.

„Ich habe da allerdings Hoffnung, dass sich dort bald etwas ändern könnte“, sagt Agha. Was er meint: Die Grünen in Eimsbüttel hoffen, dass die Grünen auf Landesebene sich in den Koalitionsverhandlungen durchsetzen und künftig den Verkehrssenator stellen. Den Job hat bislang der Parteilose Michael Westhagemann inne. Es ist jedoch ein offenes Geheimnis, dass Anjes Tjarks auf diesen Posten schielt.

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