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  • Ein Altkleider-Container in der Arnoldstraße in Ottensen
  • Foto: Quandt

Verkauft und verbrannt: Das passiert mit den Altkleidern der Hamburger

Wenn der Kleiderschrank mal wieder aus allen Nähten platzt, sind Altkleidercontainer oft die erste Anlaufstelle. Aber was passiert eigentlich mit den alten Klamotten, nachdem die Hamburger Stadtreinigung sie eingesammelt hat? Der Senat hat diese Frage jetzt in der Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Sandro Kappe geklärt.

Die bei der Stadtreinigung Hamburg gesammelte Altkleidung wird nach unterschiedlichen Qualitäten verwertet. Was als Abfall gilt und was nicht, ist gesetzlich festgelegt. Für die Wiederverwertung muss Kleidung zum Beispiel „unmittelbar für ihren ursprünglich Zweck weiter genutzt werden können“.

Hamburgs Altkleider: Das passiert mit den Textilien

Von den Altkleidern, die von der Stadtreinigung eingesammelt werden, eignen sich insgesamt etwa 62 Prozent zur Wiederverwertung. Der Großteil hiervon (55 Prozent) wird zum Export in den Großhandel verkauft.

Nur ein kleiner Anteil der Altkleider landet in Second-Hand-Läden (Symbolbild).

Nur ein kleiner Anteil der Altkleider landet in Second-Hand-Läden (Symbolbild).

Foto:

imago/Michael Schick

Da im Gesetz keine Nachweispflicht verankert ist, gibt es keine Angaben darüber, wie viele der Textilien anschließend im Ausland weiter verwertet werden. Nur etwa sieben Prozent der wiederverwertbaren Altkleider landen in Secondhand-Läden.

Insgesamt etwa ein Drittel der Altkleider wird recycelt zum Beispiel für Putzlappen (zehn Prozent) oder andere Rohstoffe (17 Prozent). Rund elf Prozent aller Textilien werden verbrannt, um daraus Energie zu gewinnen oder sie lediglich zu beseitigen.

Wegwerfmode wird zum Problem

Derzeit können in Hamburg bis Ende August keine Kleiderspenden über die Container der Stadtreinigung oder die des Roten Kreuzes (DRK) abgegeben werden. Die Stadtreinigung hat vor etwa einem Monat alle 120 Altkleidercontainer in der Stadt abgebaut, die 30 Container des DRK sind gesperrt. Der Trend zur Wegwerfmode ließ die Sammelstellen in letzter Zeit regelmäßig überlaufen.

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Hamburg: Container abgebaut – hier kann man Kleidung noch abgeben

Der Trend zu immer billigerer Massenware von immer niedrigerer Qualität führt dazu, dass nur noch wenige Textilien am Ende wiederverwertbar sind. Wer Altkleider aussortieren möchte, sollte also genau darauf achten, ob diese wirklich noch in Ordnung sind. Diese ausgesuchten Teile können derzeit direkt zu den Recyclinghöfen der Stadt gebracht werden. Weitere Anlaufstellen sind das Secondhand-Kaufhaus Stilbruch oder der Verein Hanseatic Help, der Obdachlose, Geflüchtete und andere Menschen unter anderem kostenlos mit Kleidung versorgt.

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