Die Feuerwehr stellte zahlreiche Behältnisse mit dubiosem Inhalt sicher.
  • Die Feuerwehr stellte zahlreiche Behältnisse mit dubiosem Inhalt sicher.
  • Foto: Blaulicht-News

Unfall mit Ammoniak: Entrümpelungsarbeiten in Omas Keller enden mit Notruf

Tonndorf –

Entrümpelungsarbeiten im Keller ihrer verstorbenen Großmutter endeten für zwei junge Männer am Friedrich-Ebert-Damm in Tonndorf am Donnerstag mit einem Notruf bei der Feuerwehr. Was war passiert?

Zwei junge Männer machten sich am Donnerstag daran, den Keller ihrer verstorbenen Großmutter zu entrümpeln. Wie es nun mal so ist, häuft sich im Laufe der Jahre in wenig genutzten Kellerräumen häufig jede Menge Krempel an. Das dachten die beiden Männer vermutlich auch, als sie einige undefinierbare Behältnisse entdeckten, darunter ein paar braunfarbige Flaschen mit einer unbekannten Flüssigkeit.

Hamburg: Stechender und beißender Geruch im Keller

Als die Männer die Flaschen aufräumen wollten, fiel einem der beiden eine solche aus der Hand und zersplitterte auf dem Boden. Sofort machte sich ein stechender und beißender Geruch breit – die Männer hatten plötzlich große Schwierigkeiten beim Atmen und mussten sich schnell aus dem Keller entfernen.

Als sie wieder an der frischen Luft waren und sich die Atemwege zumindest einigermaßen wieder beruhigt hatten, wählten sie gegen 19 Uhr den Notruf. Die kurz darauf eingetroffene Feuerwehr stellte eine Löschwasserversorgung sicher und wartete dann den Umweltdienst ab. Dieser erkundete dann unter Atemschutz den Keller, reinigte die Stelle, an der die Flasche auf den Boden gefallen war und stellte die verbliebenen Flaschen sicher. 

Männer erleiden Atemwegsreizung durch Ammoniak

Nach kurzer Prüfung der Flüssigkeit stellte der Umweltdienst fest, dass es sich dabei um Ammoniaklösung handelte. Das giftige Konzentrat hatte sich nach seiner Freisetzung sofort in dem Kellerraum breit gemacht und bei den beiden Männern Atemwegsreizungen verursacht.

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Wie sich im Gespräch herausstellte, war die verstorbene Frau früher als Reinigungskraft bei der Deutschen Bahn beschäftigt. Möglicherweise stammen die Ammoniak-Reste im Keller noch aus dieser Zeit.

Der Friedrich-Ebert-Damm wurde für die Dauer des Einsatzes Stadtauswärts gesperrt. (mp/gst)

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