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Wladimir Klitschko
  • Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko und seine Geschäftspartnerin Tatjana Kiel geben deportierten ukrainischen Kindern in einem Sachbuch eine Stimme. (Archivbild)
  • Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Ukraine-Krieg: Ex-Boxweltmeister Klitschko gibt deportierten Kindern eine Stimme

Seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine sollen Tausende ukrainische Kinder aus ihrer Heimat nach Russland verschleppt worden sein. In einem Buch geben ihnen Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko und Tatjana Kiel nun eine Stimme und erzählen auch die Geschichten von den Menschen, die nach den Kindern suchen und nicht aufgeben.

Ex-Boxweltmeister Wladimir Klitschko (47) will mit einem Sachbuch über das Schicksal von verschleppten Kindern aus der Ukraine aufmerksam machen. Das Buch mit dem Titel „Gestohlene Leben“ ist im Heyne Verlag (München) erschienen und erzählt von den Schicksalen entführter Kinder. Aber auch von Menschen, die sie suchen und sich um sie kümmern, wie etwa eine Anwältin und eine Pflegemutter. „Diese Verbrechen gegen ukrainische Kinder sind ein Verbrechen gegen die gesamte Menschheit“, sagt Wladimir Klitschko im Vorwort.

20.000 ukrainische Kinder sollen deportiert worden sein

Seit Beginn des Angriffskriegs wurden laut Nationalem Informationsbüro der Ukraine fast 20.000 ukrainische Kinder aus ihrer Heimat nach Russland verschleppt. Dort sind sie nach Angaben von Hilfsorganisationen Zwangsadoptionen, Umerziehungslagern und Isolation ausgesetzt. Zurück bleiben Eltern, die verzweifelt versuchen, ihre Töchter und Söhne wiederzufinden.

Die Hilfsorganisation „#WeAreAllUkrainians“, die Wladimir Klitschko und seine Geschäftspartnerin Tatjana Kiel in den ersten Kriegstagen gegründet haben, unterstützt von Deutschland aus die ukrainische Hilfsorganisation „Save Ukraine“, die sich um die vermissten Kinder und ihre Familien kümmert. „Die Kinder im Buch gehören zu den 163, die wir bis heute zurückholen konnten, und wir geben ihnen und den Familien darin eine Stimme. Sie sprechen für Tausende ukrainische Kinder, die noch nicht wieder zuhause sind“, sagt Tatjana Kiel.

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Vor allem Mütter reisten mit Hilfe von „Save Ukraine“ über die russische Grenze, um ihre Kinder aus Lagern nach Hause zu holen. Nach ihrer Rückkehr werde für die betroffenen Familien im Hope & Healing Center psychologische Unterstützung angeboten, zusätzlich werden alle Fälle für eine Anklage am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag detailliert dokumentiert. (dpa)

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