UKE-Studie
  • Neue UKE-Studie: Führen Leberschäden zu einem schweren Corona-Verlauf?
  • Foto: picture alliance/dpa/DOCDAYS/rbb | Carl Gierstorfer

Neue Erkenntnisse des UKE: Diese Schäden können zu schwerem Corona-Verlauf führen

Forscher:innen des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) in Hamburg haben neue Erkenntnisse zum Krankheitsverlauf von Corona-Infektionen gewinnen können. Sowohl Leberschädigungen als auch eine niedrige Anzahl einer Untergruppe von weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) können demnach zu einem schweren Krankheitsverlauf beitragen.

Durch eine Analyse von Labordaten konnten die Forscher:innen einen neuartigen Score, den Covid-19 SeveriTy (COST)-Score, entwickeln, mit dessen Hilfe komplizierte und tödliche Corona-Krankheitsverläufe besser vorhergesagt und unterschieden werden können.

UKE-Studie: Leberschäden können zu schwerem Corona-Verlauf führen

„Ein genaues Verständnis des Ausmaßes und der zeitlichen Zusammenhänge der Entzündungsvorgänge bei einer Covid-19 Erkrankung ist wichtig, um frühzeitig den klinischen Verlauf voraussagen zu können und neuartige Behandlungsstrategien entwickeln zu können“, so Erstautor Marcel Seungsu Woo aus der Klinik und Poliklinik für Neurologie des UKE.

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Um diese Zusammenhänge zu finden, wurden klinische, laborchemische und immunologische Verlaufsdaten von mehr als 170 Corona-Patient:innen mit insgesamt mehr als einer Million Datenpunkten analysiert. So konnten verschiedene Laborwerte identifiziert werden, die auf eine Schädigung verschiedener Organe, insbesondere der Leber oder des Immunsystems, hinweisen, und die mit dem Schweregrad einer Corona-Erkrankung zusammenhängen.

Unter anderem kann der im Fachmagazin „iScience“ veröffentlichten Studie zufolge eine niedrige Anzahl von Lymphozyten ein Frühindikator für einen komplizierten Krankheitsverlauf sein. Aber auch ein Leberschaden könne zu einem tödlichen Corona-Verlauf führen. (alu)

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