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Tschentscher zu Corona: „Wellenbrecher-Maßnahmen zeigen Wirkung“ – besonders in Hamburg

Können wir die zweite Welle stoppen? Sinkende Corona-Zahlen der Hansestadt machen zumindest Hoffnung. Auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher gab sich am Montagabend positiv: „Nachdem wir vor zwei Wochen in größter Sorge sein mussten, haben wir jetzt festgestellt, dass diese Wellenbrecher-Maßnahmen gewirkt haben“, sagte er im „Hamburg Journal“.

Während am 9. November noch 298 Neuinfektionen in Hamburg gemeldet wurden, waren es am gestrigen Montag (16.11.) nur noch 185 Neuinfektionen. Am Dienstag meldete Hamburg dann 424 neue Infektionen – und damit so viele wie eine Woche zuvor (422). Die Inzidenz sinkt auf 156,4 (Vorwoche: 164,1). 

Um einen klaren Trend zu sehen, müssen die Zahlen für die ganze Woche abgewartet werden. Aber: „Die Infektionszahlen sind nicht weiter exponentiell angestiegen“, erklärte Peter Tschentscher (SPD) am Montagabend, nachdem beim Corona-Gipfel der Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel keine weiteren Corona-Beschränkungen beschlossen wurden.

Hamburgs Bürgermeister Tschentscher mit Corona-Strategie Hamburgs zufrieden

Tschentscher zeigt sich mit der Corona-Strategie der Hansestadt zufrieden. Die Infektionszahlen hätten sich im Verhältnis zu den bundesweiten Zahlen und denen in anderen großen deutschen Metropolen sehr gut und stabil entwickelt. „Unsere Strategie steht. Die setzen wir fort: Wir sind sehr vorsichtig, wir haben viele der Maßnahmen, die jetzt überall in Deutschland wirken, schon sehr früh eingeführt“, sagte er.

Wegen des leichten Trends nach unten der letzten Tage sei er um das Gesundheitswesen „heute weniger besorgt als noch vor zwei Wochen“, auch wenn wegen des durch den Krankheitsverlauf bedingten Zeitverzugs in den kommenden Wochen noch mit einem weiteren Anstieg der Intensivpatienten zu rechnen sei.

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„Wir sind dadurch, dass wir diese Welle gebrochen haben, in einer sehr viel beherrschbareren Situation“, sagte Tschentscher. „Aber derzeit ist noch nicht sicher beurteilbar, wie es weitergeht.“ Zunächst müsse deshalb die weitere Entwicklung abgewartet werden, da noch keine ausreichende Planungsperspektive gegeben werden könne.

Weihnachten und Silvester in Hamburg: Wie es weitergeht ist unklar

Für baldige Lockerungen müssten sich die Zahlen weiter verbessern, sagte Tschentscher. Auch weitere Einschränkungen wollte er nicht ausschließen. Über mögliche Lockerungen der Corona-Einschränkungen zu Weihnachten werden Bund und Länder voraussichtlich erst kommende Woche entscheiden.

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„Wir haben uns aber vorgenommen, diese Perspektive so bald wie möglich zu entwickeln und dann auch zu sagen, wie es Weinachten und Silvester weitergehen kann“, sagte Tschentscher. „Dazu ist es aber wichtig, vorerst alle beschlossenen Maßnahmen konsequent fortzuführen.“ Außerdem werde man „noch einmal einen besonderen Blick auf die Schulen werfen“, kündigte er an. In einigen Bereichen könnten auch noch zusätzliche Maßnahmen sinnvoll sein, „um die Infektionszahlen in den kommenden Wochen noch deutlicher zu senken“.

Die Länderregierungschefs wollen am Mittwoch kommender Woche erneut mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Corona-Lage beraten. (dpa/ncd)

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