Stiefel und Helm eines Mitglieds der Jugendfeuerwehr.
  • Stiefel und Helm eines Mitglieds der Jugendfeuerwehr.
  • Foto: dpa | Sebastian Gollnow

Trotz Pandemie: Hamburgs Jugend will zur Feuerwehr

Wegen Corona waren Treffen und Übungen auch bei den Hamburger Jugendfeuerwehren nur zum Teil möglich. Trotzdem sind die Jugendfeuerwehren sind bislang ohne großen Mitgliederschwund durch die Corona-Zeit gekommen. Und an einigen Standorten sind die Beitrittsanfragen „regelrecht explodiert“.

Zählten die 64 Jugendfeuerwehren im Januar 2020 noch 1008 Mitglieder, waren es in diesem Januar 999, wie eine Kleine Anfrage der Grünen-Bürgerschaftsabgeordneten Sina Imhof ergab. „Die Folgen der Pandemie waren bisher, mit Blick auf die Mitgliedszahlen der Mini- und Jugendfeuerwehren, unauffällig“, heißt es in der Senatsantwort.

In Corona-Zeit wenig Mitglieder verloren

Dann gibt es noch die zwölf Minifeuerwehren, hier können sich Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren beteiligen. Die Zahl der Mitglieder ging hier seit Pandemie-Beginn von 160 auf 147 zurück. In den vergangenen beiden Pandemie-Jahren seien vor allem die Teambildung und das Beisammensein auf der Strecke geblieben, da Treffen in Präsenz nur eingeschränkt stattfinden konnten.


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Durch die Kampagne „Sei Dabei – Ehrensache!“, mit der im vergangenen Jahr in der ganzen Stadt für die 86 Freiwilligen Feuerwehren geworben wurde, habe man das Interesse in einigen Stadtteilen dennoch steigern können. Die Beitrittsanfragen seien an einzelnen Standorten sogar „regelrecht explodiert“.

Jugendfeuerwehr: Nur jedes fünfte Mitglied ist weiblich

„Für die Zukunft ist es wichtig, dass nach einem Engagement in den Jugendwehren vielen der Übergang in die richtige Feuerwehr gelingt“, sagte Sina Imhof. Derzeit treten pro Jahr etwa 60 bis 70 junge Menschen in die Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren über, teilte der Senat mit.

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„Zudem müssen wir mehr junge Frauen für dieses wichtige Ehrenamt gewinnen, um echte Gleichstellung zu erreichen.“ Bisher ist nur gut jedes fünfte Mitglied der Jugendfeuerwehren weiblich. „Dennoch ist jetzt klar: Der Feuerwehrnachwuchs steht trotz zwei Jahren Pandemie auf sicheren Beinen“, so Imhof. (dpa/mp)

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