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Trotz Corona: Fielmann treibt Digitalisierung des Unternehmens voran

Fielmann hält auch in der Krise an seinen Plänen fest: In einem Videostream stellte der Vorstandsvorsitzende Marc Fielmann am Mittwoch die Bilanzen des Unternehmens vor. Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, fühlt sich die Optikerkette trotz der schwierigen Corona-Zeiten gut gerüstet und will die Zukunftsprojekte des Unternehmens weiter angehen: Dazu gehören ein Onlineversand sowie eine neue App.

Der Optiker hatte wegen der Kontaktbeschränkungen zeitweilig nur im Notbetrieb geöffnet und einige Geschäfte komplett geschlossen. Das habe in der Spitze zu Umsatzverlusten von 80 Prozent geführt. Die Optikerkette meldete im ersten Quartal dieses Jahres einen Absatzrückgang von 14,4 Prozent, ein Großteil der  Mitarbeiter wurde in Kurzarbeit geschickt. Um die Liquidität des Unternehmens zu schützen, wurde an allen Ecken und Enden gespart.

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Eine in der Coronakrise geschlossene Fielmann-Filiale in Eppendorf.

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Corona: Fielmann treibt Digitalisierung des Unternehmens voran

Doch es geht bergauf: In Deutschland sind seit dieser Woche alle Filialen wieder regulär geöffnet. Auch in den anderen europäischen Ländern sollen die Ladenschließungen nach und nach aufgehoben werden. Zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern hat Fielmann ein eigenes Hygienekonzept erarbeitet und produziert seit März Schutzbrillen, die teilweise auch an Kliniken gespendet wurden.

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Corona-Hilfe: Marc Fielmann übergibt dem UKE-Vorstandsvorsitzenden Burkhard Göke Schutzbrillen für das medizinische Personal (21. April 2020).

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Auch in Krisenzeiten will Fielmann das Unternehmen voranbringen und an seinen Plänen festhalten: Seit 2016 wird in neue Technologien investiert, die es Kunden mit einer geringen Sehschwäche ermöglichen sollen, mit dem Smartphone die Sehstärke zu messen, Brillen anzupassen und virtuell zu testen. Eine entsprechende App soll bereits in der zweiten Jahreshälfte verfügbar sein.

Fielmann will langfristig einen Mittelweg gehen

Um den Versand künftiger Onlinebestellungen abzuwickeln, hat Fielmann außerdem in den Ausbau des Produktionsstandorts in Rathenow investiert. Dort soll bis Ende des Jahres ein neues Versandzentrum den Betrieb aufnehmen. Der Optiker erwartet, dass sich der Anteil der Online-Brillenverkäufe von einem Prozent langfristig auf zehn Prozent steigern lässt. 

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Die City-Filiale an der Mönckebergstraße soll nach langer Umbauphase Mitte Juni neu eröffnet werden. „Wir erwarten nicht, dass wir dieses Jahr noch in die Normalität vor der Coronakrise zurückkehren“, sagte Marc Fielmann. Doch der Fielmann-Chef erwartet Nachholeffekte. „Der Kauf einer neuen Brille ist aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.“ (mhö)

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