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Tropen-Aquarium Hagenbeck: Echsen mit teuren Schnecken aus Delikatessenladen gefüttert

Lokstedt –

Weinbergschnecken, tiefgefrorende Kaninchen und flügellose Fliegen: Diese und viele weitere Zutaten standen am Donnerstag auf dem Futterplan der Tiere im Tropen-Aquarium Hagenbeck. Dabei spielten Vorlieben, drohendes Übergewicht und Vitaminhaushalt ganz wichtige Rollen.

„Es ist eine große Palette entsprechend der sehr unterschiedlichen Bedürfnisse der Tiere“, sagte der Leiter des Tropen-Aquariums, Guido Westhoff.

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Sehr teure Schnecken aus dem Delikatessenladen für die Krokodiltejus

Die Echsen sind auf Winterdiät. „Da wir auf den Body-Mass-Index unserer Tejus achten müssen, füttern wir sie nur zwei Mal die Woche“, sagte Tierpfleger Florian Ploetz. Im Sommer hingegen, bei größerer Wärme, seien die Krokodiltejus aktiver und bekämen dreimal pro Woche ihre Leibspeise zum Knacken: Sehr teure Weinbergschnecken aus dem Delikatessenladen. 

Tierschutz verbietet Lebendverfütterung von Wirbeltieren

Andere Herausforderungen stellen sich bei der Fütterung der 5,4 Meter langen Netzpython: Der Tierschutz verbietet die Lebendverfütterung von Wirbeltieren. Deshalb verschlingt die Schlange alle drei Wochen zwei bis drei tote Kaninchen. Der Python ist das egal, sie umschlingt ihre Beute dennoch.

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Eine Netzpython verschlingt alle paar Wochen drei Kaninchen.

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Die Schlange könne auch alle zwei bis drei Monate mit einem ausgewachsenen Spanferkel gefüttert werden, erklärt Westhoff. Das sei allerdings deutlich teurer – und belastender für den Verdauungstrakt des Reptils, der sich immer wieder auf- und abbaue. Da die Netzpython auch Menschen umschlingen kann, gehen die Pfleger immer zu zweit ins Gehege. Es sei aber noch nie etwas passiert, sagte Westhoff. 

Tierpfleger bestreichen Algenblätter mit Knoblauchessenz

Auch bei den Fischen im Aquarium werde ganz genau abgewogen, wie viel Futter in das Becken gegeben wird, sagte Pfleger Marian Merckens. Das kann teilweise kompliziert werden: „Unterschiedliche Fische haben unterschiedliche Vorlieben“. So stehen auf der Speisekarte kleine Fische, Garnelen, Muschelfleisch aber auch Spinat, Löwenzahn und Algenblätter.

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Eine Ohrenqualle wird mit Hilfe einer Spritze gefüttert. 

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Die Algenblätter bestreiche er zudem mit Knoblauchessenz, um für ausreichend Vitamine bei den Fischen zu sorgen. Die Korallen im Aquarium seien hingegen genügsamer: Sie bräuchten außer ein paar Algen vor allem Licht. 

Das Tropen-Aquarium als Teil des Tierpark Hagenbeck bietet seit 2007 auf 8000 Quadratmetern mehr als 14.000 tropischen Tieren Platz. (dpa)

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