• Die Veloweek Hamburg kann 2020 nicht wie gewohnt stattfinden.
  • Foto: Thomas Panzau

Trends aus der Fahrradwelt: So funktioniert die VELO Hamburg 2020

Aufgrund der Corona-Krise muss die Veloweek 2020 neue Wege gehen – und diese führen direkt ins Internet. Anstatt in traditioneller Form an einem Wochenende in den drei Städten Hamburg, Berlin und Frankfurt zu informieren, verlagert sich das Fahrradfestival vom 15. bis 21. Juni ins Digitale.

Auf der Veloweek werden die neuesten Entwicklungen und Trends der Fahrradwelt vorgestellt. Das Festival bringt damit Fahrradliebhaber aus der ganzen Bundesrepublik zusammen. Nach Absage aller Großveranstaltungen bis Ende August war den Initiatoren allerdings klar: Die Veloweek Hamburg kann dieses Jahr nicht auf die traditionelle Art stattfinden.

„Mitte März wurde zunächst die Velo in Berlin abgesagt“, erzählt Kim van Dijk, Projektleiterin von Velokonzept im Gespräch mit der MOPO. „Damals haben wir noch gehofft, dass die Velo in der Hamburger Rindermarkthalle stattfinden kann – haben uns aber zeitig entschieden, dass das Risiko dafür zu hoch wäre.“ Also muss die Messe in diesem Jahr ins Internet wandern – und mit ihr um die 80 Events mit 40 unterschiedlichen Ausstellern.

Veloweek Hamburg: Wegen Corona in diesem Jahr nur digital

Unter den Themen 2020 finden sich „Abenteuer Fahrrad“, „Arbeit und Alltag“, „Fahrradtrends 2020″, „Radfahren für Alle“ und „Staus und Visionen“. In Live-Diskussionen, Video-Tutorials, Präsentationen sowie Podcasts werden die Events auf der Website und den Social-Media-Kanälen live gestreamt beziehungsweise veröffentlicht.

„Für Teilnehmer ist das ganze Event komplett kostenlos“, erklärt van Dijk, „die Live-Events werden über die Plattform Zoom übertragen. Jeden Tag gibt es dafür einen neuen Zoom-Link, mit dem man sich einwählen kann.“ So können die virtuellen Besucher Expertengesprächen zuhören und sich über die neuen Entwicklungen rund ums Fahrrad informieren.

Veloweek Hamburg: So funktioniert das Fahrradfestival 2020

Allerdings seien die Besucher an sich unsichtbar, würden von den Experten also nicht gehört oder gesehen werden. „Außer bei den Questions and Answers“, fährt van Dijk fort, „dort werden die gestellten Fragen an die Moderatoren weitergegeben. Wir überlegen, bei besonders kleinen Gruppen, die Teilnehmer auch bei anderen Events sichtbar zu machen.“

Viele Themen überschneiden sich in den drei Städten. Einige Events seien allerdings spezifisch auf Hamburg zugeschnitten, wie zum Beispiel die Vorstellung einiger Fahrradrouten in und um die Hansestadt. Zuständig dafür ist der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Hamburg. Auch die Pop Up Bike Lanes in Hamburg werden Teil der Gespräche sein.

Veloweek Hamburg: Ein digitales Experiment in der Corona-Zeit

„Diese digitale Velo Week ist ein Experiment“, erklärt van Dijk, „spürbar erlebbare Sachen wie ein Testlauf mit den Fahrrädern fallen natürlich weg und können durch nichts ersetzt werden.“

Das Gleiche gelte für die Emotionen vor Ort. „Das Feeling geht einfach ein bisschen verloren“, bedauert die Projektleiterin den Wegfall des traditionellen Fahrradfestivals. „trotzdem wollen wir in diesem etwas anderen Jahr das Beste daraus machen.“ 

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