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Trauerfeier für Terror-General: Mullah-Propaganda mitten in Hamburg

Uhlenhorst –

Islamistische Regime-Propaganda in Hamburgs bekanntester Moschee: In der vom Iran finanzierten Hamburger Imam-Ali-Moschee an der Straße Schöne Aussicht wird der vom US-Militär getötete iranische Top-General und Terror-Drahtzieher Qasem Soleimani als „Märtyrer“ betrauert. Jetzt gibt es Forderungen nach einer Schließung des schiitischen Gotteshauses aus der Politik – und von iranischstämmigen Hamburgern.

„Mullahs müssen weg“, riefen etwa 80 Demonstranten am Donnerstagabend vor der Moschee an der Außenalster. Drinnen fand nach Angaben der Moschee eine Gedenkveranstaltung für Fatima, die Tochter des Propheten, statt. Für iranischstämmige Regimekritiker war das aber eine Tarnveranstaltung für ein weiteres ehrendes Gedenken an Soleimani – bereits am Sonntag hatte es eine Trauerfeier für den berüchtigten Kommandanten der Quds-Brigaden gegeben.

Demonstration vor der Imam-Ali-Moschee in Hamburg

„Die Ehrung in der Moschee ist eine Ausnutzung religiöser Gefühle“, sagte ein iranischstämmiger Teilnehmer der Kundgebung dem Nachrichten-Magazin „Spiegel“ in seiner Online-Ausgabe. Ein anderer Demonstrant bezeichnete den General als einen der größten Terroristen der Welt. Eine Einschätzung, die auch der deutsche Außenminister Heiko Maas teilt. Er sagte in einem Interview, Solaimani habe als Kommandeur der Quds-Brigaden „eine Spur von Blut und Gewalt durch den Nahen und Mittleren Osten gezogen.“

An der Außenalster war die Hamburger Polizei vor Ort, um für Sicherheit zu sorgen. Vermummte Sicherheitsleute der Moschee kontrollierten die Besucher am Eingang.

Hamburger Imam-Ali-Moschee bezeichnet Soleimani als „Märtyrer“

Dass Soleimani auf der Terrorliste der EU stand und militante Organisationen im Nahen Osten unterstützte, scheint beim Träger der Moschee, dem Islamischen Zentrum Hamburg (IZH), niemanden zu stören. Hier betont man vor allem seine Erfolge im Kampf gegen die sunnitische Terrormiliz IS und hatte bereits am Sonntag zu einer Trauerfeier für den durch einen Drohnenangriff getöteten General und seine Begleiter geladen.

Irans Terror-General Qasem Soleimani

Irans Terror-General Qasem Soleimani

Foto:

AP

Soleimani sei ein Märtyrer, „der sein Leben aufs Spiel gesetzt hat, um gegen Extremismus zu kämpfen und dadurch die Welt, also auch Deutschland, zu einem sichereren Ort zu machen“, erklärte ein Vertreter der Imam-Ali-Moschee dem „Spiegel“.

Hamburger Exil-Iraner wollen Imam Mofatteh abschieben lassen

Die iranischstämmige Hamburgerin Hourvash Pourkian, die die Demo an der Schönen Aussicht veranstaltet hat, fordert daher die Schließung der Moschee und die Abschiebung des amtierenden Imams Mohammad Hadi Mofatteh: „Der Hamburger Senat muss endlich aufhören, diese Extremisten zu tolerieren“, sagt sie dem „Spiegel“.

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Der Vorbeter ist auch dem Hamburger Verfassungsschutz kein Unbekannter: Er sei ein Vertreter des iranischen Regimes, schreibt die Behörde, die das IZH seit Jahren im Visier hat.

Kündigung des Staatsvertrags vom Hamburger Senat gefordert

Auch CDU, FDP und AfD fordern schon länger die Aufkündigung des Staatsvertrages mit dem IZH, der unter anderem die Mitgestaltung islamischer Gruppen am schulischen Religionsunterricht ermöglicht. Das fordern auch viele der Hamburger Exil-Iraner.

Der rot-grüne Senat will daran jedoch festhalten. Gegenüber dem „Spiegel“ lehnt die Hamburger Landesregierung die Trauerfeier zwar ab, sieht in dem Vertrag aber „wichtige Chancen für die bessere Integration der muslimischen Gläubigen insgesamt.“ (mp)

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