• Die AfD zu rechtsextrem? Nicht für Hamburgs Fraktionschef Dirk Nockemann
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Teilt sich die Partei?: Das sagt Hamburgs AfD-Chef Dirk Nockemann

Während sich ganz Deutschland mit der Corona-Krise befasst, ist die AfD mit sich selbst beschäftigt. Nach Gedankenspielen von Parteichef Jörg Meuthen zu einer möglichen Teilung der Partei hat der Hamburger Landesvorsitzende Dirk Nockemann jetzt eine schnelle Klärung dieser Grundsatzfrage gefordert.

„Die Grundsatzfrage, die Meuthen aufgeworfen hat, muss möglichst schnell entschieden werden“, sagte Nockemann. „Damit in der AfD klare Verhältnisse herrschen und die AfD identifiziert wird mit einer staatstragenden bürgerlich konservativen Politik, an der es in Deutschland bitter fehlt.“

Hat die AfD bald zwei unterschiedliche Flügel?

Meuthen hatte am Mittwoch mit der Einladung zu einer ergebnisoffenen Debatte über eine mögliche Teilung der Partei in einen „freiheitlich-konservativen“ und einen „sozialpatriotischen“ Flügel für große Aufregung in der AfD gesorgt. „Ich bin sicher, dass auch Herr Meuthen die Einheit der Partei als ein zentrales Anliegen ansieht“, betonte Nockemann. „Aber es muss einem Vorsitzenden auch gestattet sein, über den Tag hinauszudenken, strategische Fragen zu stellen und Perspektiven aufzuzeigen.“

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Dieser Prozess hätte in kommunikativer Hinsicht zwar „optimaler gestaltet werden können“, meinte Nockemann. Die Kritik aber, die nun aus bestimmten Kreisen der AfD an Meuthen geäußert werde, gehe weit über das Zulässige hinaus. „Diese „Kritiker“ sollten sich fragen, welche Stichworte sie den politischen Gegnern der AfD bislang auf dem Tablett serviert haben.“

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