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Sturmflut 1962
  • Rolf Schultz-Süchting (77) heute. Er ist Rechtsanwalt, lebt in Groß Flottbek.
  • Foto: Patrick Sun

paid„Auf dem Tisch lag ein Toter, auf ihm Ratten. Ich schlug auf sie ein“

Rolf Schultz-Süchting (heute 77): Ich war völlig überrascht, als am 17. Februar 1962 morgens um 4 Uhr unser Telefon klingelte und ich – damals war ich 17-jähriger Schüler – vom Technischen Hilfswerk aufgefordert wurde, zu den Landungsbrücken zu kommen. Ich war als freiwilliger Nothelfer für Katastropheneinsätze registriert, weil ich Leiter einer Pfadfindergruppe war, aber ich hatte natürlich keinerlei Erfahrungen für eine solche Aufgabe.

So bin ich denn mit dem Fahrrad bei stürmischem Wetter und Schneeregen zu den Landungsbrücken gefahren. Dort wurde ich unversehens Besatzungsmitglied eines Schlauchbootes. Wir waren zu dritt. Der Bootsführer, ein Polizist, steuerte uns zum Reiherstieg und weiter nach Wilhelmsburg, wo wir von den Häusern nur noch Dächer oder obere Etagen erkennen konnten.

Mit meinem Brecheisen bin ich in ein Haus rein, in dem ich auf einem Tisch einen leblosen Menschen erkannte. Auf diesem saßen zwei Ratten.

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