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Ein Bagger holt bei Arbeiten zur Elbvertiefung Schlick aus einem Hafenbecken.
  • Ein Bagger holt bei Arbeiten zur Elbvertiefung Schlick aus einem Hafenbecken.
  • Foto: dpa

Streit um Elbschlick: Schleswig-Holstein und Hamburg nähern sich an

Im Streit um die Verklappung von Elbschlick hat Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt die Dialogbereitschaft Hamburgs begrüßt. „Zukünftige Lösungen zur Verbringung des Elbschlicks erreichen wir am besten, wenn wir auf politischer Ebene gemeinsam und im konstruktiven Dialog miteinander nach Wegen suchen“, erklärte der Grünen-Politiker am Samstag.

Goldschmidt hatte kürzlich kritisiert, dass Hamburg den ausgebaggerten Elbschlick vor der Vogelschutzinsel Scharhörn oder am Neuen Lüchtergrund – ebenfalls vor der Elbmündung gelegen – verklappen will. Er bekräftigte nun: „Wir brauchen eine ökologische Sedimentmanagementstrategie – für unsere Häfen und für unser Wattenmeer.“ Als Sedimente bezeichnen Fachleute den Schlick.

Hafenbehörde: „Kein Einvernehmen“ erforderlich

Bei einem Treffen im Hamburger Rathaus hatte sich der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) am Freitag ähnlich geäußert. Die Sedimente müssten sinnvoll genutzt werden, etwa zum Deichbau. „Das ist die Lösung, die wir brauchen“, sagte Lies.

Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) hatte weitere Gespräche mit den beiden Nachbarländern angekündigt. Für die nach seinen Worten nicht vorhergesehene Menge an Schlick in der Elbe machte er den Klimawandel und heftige Stürme verantwortlich.

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Laut einem Schreiben der Hamburger Hafenbehörde HPA liegt die geplante Verbringstelle bei Scharhörn auf Hamburgischem Staatsgebiet und außerhalb von Schutzgebieten. Für die Nutzung der Verbringstelle sei auch „kein (gesondertes) Einvernehmen“ erforderlich.

Damit große Schiffe Zugang zum Hamburger Hafen haben, muss in der Elbe ständig Schlick ausgebaggert werden. Die Sedimente werden an verschiedenen Stellen abgeladen. (dpa)

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