Timm Ossege „seiLeise“ klebt das Bild eines Mädchens auf die Wand, das er zuvor gezeichnet hat.
  • Ein kleines Mädchen flickt die kaputte Erde: Das Bild soll auf den Klimawandel aufmerksam machen.
  • Foto: Patrick Sun

„Street Art Bildersuche“: Ein neues Gesicht für Mümmelmannsberg

Tim Ossege streicht Kleister auf die weiße Wand. Dann klebt er das Bild eines kleinen Mädchens auf, das er zuvor zuhause gezeichnet hat. Er ist bekannt unter dem Synonym „seiLeise“ und einer von sechs Street Art-Künstlern, die in den vergangenen Tagen in Mümmelmannsberg unterwegs waren, um den Fassaden mit rund 50 bunten Bildern ein neues Gesicht zu geben.

Die Künstler sind Teil einer „Street Art Bildersuche“, die das Stadtteilmarketing Mümmelmannsberg mithilfe der „Urbanshit Gallery Hamburg“ organisiert hat und die Hamburger dazu einlädt, die Großsiedlung in Billstedt auf der Suche nach den Kunstwerken neu zu entdecken. Dafür wurde eine Route für das Smartphone erstellt, die bei der Orientierung helfen soll.  

Die Bilder sollen das Zeitgeschehen kommentieren

„Die Kunstwerke kommen richtig gut an“, berichtet Rudolf Klöckner, Inhaber der „Urbanshit Gallery“. Manche Leute hätten die Zeichen-, Spray- und Klebearbeiten misstrauisch beäugt und „neue Schmierereien“ vermutet. „Doch sobald sie die Ergebnisse und Botschaften dahinter sehen, freuen sie sich über die Bereicherung“, so Klöckner.

Rudolf Klöckner, Inhaber der Urbanshit Gallery
Galerist Rudolf Klöckner hat die Bildersuche mitorganisiert.

Knapp 20 Kunstwerke stammen von „seiLeise“, der mit seiner Kunst das Zeitgeschehen kommentiert. Das Mädchen auf dem neuen Bild ist zum Beispiel gerade dabei, die kaputte Erde mit einem Erste-Hilfe-Koffer zu flicken: Ein klarer Bezug zum Klimawandel.

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Bis Samstag wird die „Freiluftgalerie“ fertiggestellt. Während des Stadtteilfestes wird das Projekt offiziell vorgestellt und es werden geführte Touren angeboten.   

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