Michael Prinz, MAndy Herrmann, Andreas Dressel, Jens Kerstan und Thomas-Tim Sävecke (v.li.) beim Startschuss für Ausbau von Hamburgs Schulen mit Photovoltaik.
  • Michael Prinz, Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke, Mandy Herrmann, Sprecherin der SBH und GMH, Finanzsenator Andreas Dressel, Umweltsenator Jens Kerstan und Thomas-Tim Sävecke von Hamburg Energie Solar (v.li.) beim Startschuss für Ausbau von Hamburgs Schulen mit Photovoltaik an der Stadtteilschule Horn.
  • Foto: Patrick Sun

Solar aufs Dach: Hamburgs Schulen sollen unabhängig werden

In Zeiten von Krieg und Klimawandel will Hamburg unabhängiger von fossilen Energien werden. Dafür sollen nach zwei erfolgreichen Pilotprojekten weitere Schulen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. Eine Schule hat bis heute bereits 33 Tonnen CO2 gespart.

Auf dem Flachdach der Stadtteilschule Horn liegt eine gut 830 Quadratmeter große Photovoltaikanlage, die jährlich 150.000 Kilowattstunden Strom produzieren kann – so viel, wie ein Computer in 7,5 Millionen Stunden verbrauchen würde. Das zweite Photovoltaik-Pilotprojekt gibt es an der Grundschule Eckerkoppel (Farmsen-Berne): Hier können auf knapp 330 Quadratmetern etwa 44.000 Kilowattstunden im Jahr erzeugt werden.

Solar- und Gründächer für Hamburgs Schulen

Weil es in Horn und Farmsen-Berne so gut läuft, sollen bis 2023 insgesamt rund 30 solcher Anlagen auf Hamburger Schuldächern landen ­– eine Fläche von 100.000 Quadratmetern. Darauf einigten sich am Freitag die Schulbau (SBH) und das Gebäudemanagement Hamburg (GMH) mit Hamburg Energie Solar. Zusätzlich sollen auf 200.000 Quadratmetern Gründächer entstehen.

Die Stadtteilschule Horn ist in Sachen Photovoltaik bereits Vorreiter.
Die Stadtteilschule Horn ist in Sachen Photovoltaik bereits Vorreiter.

Entstehen sollen sie vor allem auf Neubauten, aber auch auf bestehende Schulen. Damit will man zum Hamburger Klimaplan beitragen und den Schulen geringere Betriebskosten und stabilere Strompreise sichern.

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„Der Ausbau der Photovoltaik auf Hamburgs Dächern ist ein wichtiger Baustein, um die Energiewende weiter voranzutreiben. Die Stromversorgung soll bis 2035 klimaneutral sein. Deshalb setzen wir alles daran, die Solarpflicht bei Dachsanierungen und auch für Neubauten umzusetzen“, sagte Umweltsenator Jens Kerstan. (prei)

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