In der Neuen Großen Bergstraße soll in zwei Jahren ein Holzbau mit viergeschossigem Bürogebäude als Co-Working-Space entstehen.
  • In der Neuen Großen Bergstraße soll in zwei Jahren ein Holzbau mit viergeschossigem Bürogebäude als Co-Working-Space entstehen.
  • Foto: Florian Quandt

So soll diese Bruchbude wieder hübsch gemacht werden

Seit 2007 ist das Alte Finanzamt in der Großen Bergstraße in Altona kein Finanzamt mehr und wurde von Kreativschaffenden genutzt. Eine Genossenschaft übernahm 2019 das Grundstück und will so schnell wie möglich mit dem Neubau beginnen. Der Plan: Ein Co-Working Space inklusive Begegnungsstätte im Erdgeschoss. Dafür werden jetzt Betreiber gesucht.

2018 hatte Hamburg das Grundstück zwischen Großer Bergstraße und Neuer Großer Bergstraße inklusive des Alten Finanzamtes zum Verkauf ausgeschrieben. Im Sommer 2019 erhielten dann die Initiatoren des Projekts „Neues Amt Altona“ den Zuschlag. Ihre Vision: Ein gemeinschaftlich genutztes Bürohaus, das gleichzeitig zu einer sozialen Begegnungsstätte in der Stadt werden soll.

Co-Working-Space in der Neuen Großen Bergstraße

Der moderne Arbeitsort wird dann zum gemeinsamen Eigentum der dort Arbeitenden, die sich als Genossenschaft organisieren. Das heißt: Die neuen Arbeitsflächen werden nicht vermietet, sondern an Genossinnen und Genossen vergeben.

So soll es mal aussehen: Das neue Co-Working-Space von „Neues Amt Altona“ in der Neuen Großen Bergstraße.
So soll es mal aussehen: Das neue Co-Working-Space von „Neues Amt Altona“ in der Neuen Großen Bergstraße.

Was passiert mit den existierenden Mietverträgen der Kreativschaffenden im Alten Finanzamt Gebäude? „Sie werden auf 20 Jahre verlängert, um einen langfristigen Kreativstandort zu schaffen“, kündigt der Mitinitiator von „Neues Amt Altona“, Cornelius Voss, an. Endes des Jahres soll der Eigentümerwechsel noch fix gemacht und dann bald mit dem Abriss der zwei Geschosse in der Neuen Bergstraße begonnen werden.

Altona: Hier sollen Büroetagen zum Co-Worken entstehen

An deren Stelle soll dann ein Holzbau mit vier Büroetagen entstehen, die laut Voss bereits Ende 2023 bezogen werden können. Im Erdgeschoss ist zusätzlich eine offene Begegnungsstätte mit Bildungs-, Kultur- und Gastronomieangeboten geplant. Dafür sucht das „Neue Amt Altona“ jetzt in einem „Open Call“ interessierte Betreiberinnen oder Betreiber.

Cornelius Voss (Vorstand „Neues Amt Altona, v.li), SPD-Finanzsenator Andreas Dressel und der Stadtforscher Dr. Dieter Läpple im zukünftigen „Neuen Amt Altona“.
Cornelius Voss (Vorstand „Neues Amt Altona, v.li), SPD-Finanzsenator Andreas Dressel und der Stadtforscher Dr. Dieter Läpple im zukünftigen „Neuen Amt Altona“.

„Wir sind sehr froh, dass die Stadt sich entschieden hat, uns den Zuschlag für das Grundstück zu geben und nicht dem meistbietenden Spekulanten“, sagt Voss. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sieht das ähnlich. „Derartige Treffpunkte und Zentren in der Stadt sind sehr wichtig. In der Vergangenheit hat Hamburg allerdings viel zu viele Grundstücke einfach verkauft, ohne weiter darüber nachzudenken.“

Betreiber für das Erdgeschoss „Neues Amt Altona“ gesucht

Geht es nach den Initiatoren soll das „Neue Amt Altona“ zu einem inspirierenden Ort für diejenigen werden, die Lust auf Gemeinschaft, Austausch und Ideen für eine bessere Zukunft haben. Stadtforscher Dr. Dieter Läpple sieht darin sogar das Potenzial für ein „Wohnzimmer in der Stadt“. Wer Interesse am Erdgeschoss oder dortigen Einzelflächen hat, kann sich für das Konzeptverfahren unter orga@neuesamt.org anmelden.

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