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Skandal in Hamburg: Hat der Ex-Grünen-Chef auch seinen Urlaub abgerechnet?

Die Vorwürfe werden immer drastischer: Michael Osterburg, ehemaliger Fraktionschef der Grünen in Mitte, soll Gelder in Höhe von 67.900 Euro veruntreut haben. Nachdem bekannt geworden war, dass er womöglich nicht nur seine privaten Abendessen abrechnete, sondern auch Kinderbetreuungskosten und elektronische Geräte, folgt nun die nächste schwere Anschuldigung: Er soll auch eine Reise aus der Fraktionskasse bezahlt haben.

Wie die „Bild“ berichtet, soll der 53-Jährige eine Privatreise nach Mallorca in Höhe von rund 4500 Euro abgerechnet haben. Bei der hohen Summe ist davon auszugehen, dass es sich dabei um einen Familienurlaub handelte. Damit wächst auch der Druck auf seine Ex-Partnerin und Hamburgs Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne), die während des mutmaßlichen Urlaubs-Zeitraumes von 2014 bis 2019 die Lebensgefährtin des Ex-Grünen-Chefs gewesen ist.

Skandal um Ex-Grünen-Chef: Hat Osterburg auch seinen Urlaub abgerechnet?

Bis das zuständige Landeskriminalamt die Ermittlungen abgeschlossen hast, könnte allerdings noch etwas Zeit verstreichen. „Die Auswertungen der Belege dauern an. Die Ermittlungen werden sicherlich noch ein paar Wochen in Anspruch nehmen“, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg der MOPO. Sie konnte bisher lediglich bestätigen, dass es um Bewirtungs-Belege geht.

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Seit Mai ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Ex-Politiker und wertete Hunderte Belege der vergangenen fünf Jahre aus. Nach Angaben der „Bild“ soll er auch Strafzettel fürs Falschparken und Kosten für Kinderbetreuung über die Fraktionskasse abgerechnet haben. Zu den Vorwürfen äußerten sich bisher weder Osterburg selbst noch Anna Gallina. (mhö)

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